Heimatverein Rheinbreitbach
Restaurierung der alten Raste im Eulenfeld
Rheinbreitbach. Heutige Zeitgenossen wissen mit den seltsamen circa zwei Meter langen und über einen Meter hohen steinernen Bänken recht wenig anzufangen, denn die Zeiten haben sich doch allzu sehr verändert.
Im 18. Jahrhundert war die Rheinebene südlich des Siebengebirges noch intensiv landwirtschaftlich genutzt. Viele schwere Lasten, wie Feldfrüchte, Weintrauben, Obst, Getreide und Holz wurden auf dem Kopf oder Rücken transportiert. An den Wegen wurden deshalb damals die steinernen Bänke errichtet, damit das Transportgut zu einer kurzen Pause abgestellt werden konnte.
In der Region findet man die Rasten noch vieler Orts, in Rheinbreitbach stehen noch derer Fünf. Der Raststein im Eulenfeld, am Wendehammer im Westen der Straße auf Staffels, war arg in die Jahre gekommen und in keinem guten Zustand mehr. Rostige Eisen hielten seit einer notdürftigen Reparatur den schweren Tragstein. Dank der finanziellen Unterstützung der Jagdgenossenschaft Eigenjagd Unkel und der Jagdgenossenschaft Rheinbreitbach konnte der Heimatverein den Restaurator Andreas Hartmann beauftragen, das Kleindenkmal aus dem Jahr 1758 in einen ansehnlichen und sicheren Zustand zu versetzen.
Die Arbeiten sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Am Freitag, 27. Juli um 17 Uhr soll das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert werden: in Rheinbreitbach am Ende der Straße „Auf Staffels“, dort ist ein kleiner Wendehammer, wo die Raste steht. Heimatfreunde, interessierte Bürger und Anlieger sind willkommen.
