Ein weiterer Schritt zur Anerkennung des nördlichen Limes als Weltkulturerbe
Reste römischer Lagerhäuser in Remagen gefunden
Remagen. Remagen ist eine alte Römerstadt. Dass das Kastell auch Auswirkungen auf Menschen und deren Behausung rund um das Kastell hatte, dafür ist nun ein weiterer Beweis gefunden worden. Auf dem Gelände des ehemaligen Verkehrsverlagsgeländes, auf dem Wohn- Geschäftshäuser und ein Hotel entstehen sollen, wurden Reste römischer Lagerhäuser gefunden. Die Denkmalschutzbehörde ist tätig geworden. Wie die Remagener Stadtverwaltung mitteilt, machte im Planungsverfahren für die Wohn-, Geschäfts- und Hotelneubauten auf dem ehemaligen VVR-Gelände zwischen Markt- beziehungsweise Bahnhofstraße sowie Bismarck- und Seelenstraße die Landesarchäologie bereits als Träger öffentlicher Belange im Vorfeld auf dort zu erwartende Befunde aus römischer Zeit aufmerksam. Diese wurden natürlich in die Baugenehmigung aufgenommen und die bauausführenden Firmen verpflichtet, ihre Tiefbaumaßnahmen vorab anzumelden, so die offizielle lesweise. In einem ersten Schritt hatte der Investor einen Grabungstechniker eingestellt, der die Ausschachtungsarbeiten laufend überwachte, um den Umfang des befundträchtigen Geländes festzustellen. Die Landesarchäologie sollte Recht behalten: Bei den Aushubarbeiten an der Markt- und Bahnhofstraße wurden nun auf dem Gelände, das seit römischer Zeit nicht mehr bebaut war, Reste von drei oder vier „Streifenhäusern“, mit der schmalen Front zur römischen Straße hin (Marktstraße) ausgerichtet, aufgedeckt. Der Investor und die Landesarchäologie haben daraufhin einen Investorenvertrag geschlossen, wie ihn das Bodendenkmalpflegegesetz vorsieht. Danach werden Investor und Landesarchäologie an den entstehenden Aufwendungen beteiligt. Die Baustellenorganisation wird jetzt den Bedürfnissen der archäologischen Untersuchung angepasst. Zuerst wird bis zum 7. Juli das Gelände des Bauabschnitts 1 an der Seelen- und Bismarckstraße untersucht und dokumentiert. Dort befand sich vermutlich auch schon zu römischer Zeit Gartenland. Erst danach wird bis zum 15. Oktober der Bauabschnitt 2 mit den schon jetzt freigelegten Resten der Streifenhäuser untersucht werden. Daher wurden diese Flächen mit Planen vor der Witterung geschützt. Zur Zeit sind mehrere qualifizierte Grabungshelfer auf der Baustelle tätig, die unter der Aufsicht der Landesarchäologie, Amt Koblenz, die notwendigen Untersuchungen vornehmen. Der Dokumentation wird später noch eine wissenschaftliche Auswertung folgen. Diese soll die bereits fertiggestellte Auswertung zum römischen Kastell im Bereich rund um das Rathaus ergänzen. Die Stadt Remagen wird sich an den Kosten für die Auswertung beteiligen. Mit dem Ergebnis wird die Basis für die Anerkennung des nördlichen Limes unter Einbeziehung von Remagen als Weltkulturerbe erweitert und angereichert. Die Stadt Remagen bemüht sich seit geraumer Zeit, diese Anerkennung zu erlangen.
AB
Bei den Grabungsarbeiten wurden römische Funde entdeckt. Foto: -AB-
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