Viertklässler der Schule im Ländchen Pech besuchen die Freiwillige Feuerwehr
Retten – Löschen – Bergen – Schützen und noch Vieles mehr
Pech. Neugierig und gut vorbereitet machten sich die Viertklässler der Schule im Ländchen in Pech mit ihrer Sachkundelehrerin Erni Kratzenberg auf den Weg zur Feuerwehr. Dort wurden sie schon von Oberbrandmeister und Gerätewart Danny Mathey und Brandoberinspektor André Hahnenberg erwartet, die sie in den Gemeinschaftsraum führten, den sie schon für die Experimente vorbereitet hatten. So fanden die Schüler auf dem Tisch bereits vor: eine Schutzbrille, eine Greifzange, ein Blechtablett, auf dem ein Teelicht stand, eine größere Schachtel Streichhölzer und ein Glas Wasser für den „Löschfall“. Nachdem alle ihre Plätze eingenommen hatten, erzählte Danny, dass sich der Aufgabenbereich der Feuerwehr sehr erweitert hat. So seien zu den ursprünglichen Aufgaben Retten, Löschen, Bergen und Schützen noch technische Hilfeleistung, Unterstützung von Rettungsdiensten, Hilfe bei Sturmschäden und schließlich die Brandschutzbekämpfung für Kinder hinzugekommen. Danny zeigte einen roten Druckluftknopf-Melder und erklärte, dass nur die roten die Feuerwehr alarmierten, andersfarbige, zum Beispiel gelbe oder blaue seien nur für den internen Gebrauch vorgesehen. Die Aussage, dass es ein Gesetz gibt, das besagt, dass im Haus mit Kindern unter 14 Jahren Streichhölzer und Feuerzeuge so aufbewahrt werden müssen, dass Kinder ohne Stuhl nicht drankommen können, erstaunte die Viertklässler sehr und Danny schärfte ihnen ein, alleine zu Hause kein Feuer zu machen.
Was ist Feuer? Wie zündet man ein Streichholz richtig an? Was braucht Feuer um zu brennen? Was ist gefährlicher: Feuer oder Rauch? Was brennt, was brennt nicht? Dass ein Feuer zum Brennen brennbaren Stoff, Wärme und Sauerstoff braucht, hatten die Besucher schon im Unterricht gelernt. Dann endlich durften sie selbst experimentieren. Wichtig war die feuerfeste Unterlage. Danny erklärte ihnen, dass die äußere Hülle eines Teelichtes so heiß werden kann, dass sie die darunterliegende Tischdecke in Brand setzen kann, wenn das Teelicht nicht auf einer feuerfesten Unterlage steht. Im Laufe des Vormittags lernten die Kinder, welches Material brennt und welches nicht. Die Experimente verfolgten die Viertklässler sehr gespannt und aufmerksam. Besonders überrascht zeigten sie sich beim Experiment mit den zehn zusammengebundenen brennenden Wunderkerzen, welche Wirkung sie noch entfalten, wenn sie in ein Glas Wasser getaucht werden. Wegen der Brandgefahr sollten Wunderkerzen nicht an den Weihnachtsbaum gehängt werden. Herr Mathey schärfte ihnen ein, die Experimente zu Hause nicht nachzumachen. Das Zeigen der Einsätze der Feuerwehr anhand von Bildern zum Beispiel bei Sturmschäden, Überflutungen, Verkehrsunfällen und Retten einer Katze vom Baum beeindruckte die Kinder sehr.
Wie man einen Notruf richtig absetzt, hatten die Schüler im Unterricht bereits gelernt. Die Feuerwehr kommuniziert mit den Feuerwehrleuten per Funk oder Handy. Nach der Meldung eines Einsatzes muss die Feuerwehr in acht Minuten vor Ort sein. Aufmerksam schauten sich die Kinder die Ausrüstung an. Herr Hahnenberg zog alles an und erklärte, dass die gesamte Ausrüstung allein schon 25-30 Kilogramm wiege. Die Ausrüstung des Einsatzwagens wurde vorgestellt, die Kinder durften sich auf ein geteiltes Brett stellen und der Spreizer schob sie zu ihrem Erstaunen auseinander. Anschließend ging es trotz Regenwetter nach draußen. Ein Schlauch wurde an den Tank des Löschfahrzeugs angeschlossen und ausgerollt. Die Kinder waren sehr erstaunt darüber, welche Kraft das Wasser hatte, denn der Schlauch dellte nicht ein, obwohl alle sich draufgestellt hatten. Es machte riesigen Spaß, den Schlauch mit dem starken Wasserstrahl zu halten.
