Allgemeine Berichte | 27.10.2017

Verkehrsdirektion Koblenz überwacht gezielt Verkehrsverhalten

Rettungsgasse im Fokus der Polizei: Wenn Lebensretter im Stau stecken

Sobald sich ein Stau entsteht, sollte sofort eine Rettungsgasse gebildet werden. Foto: Polizei

Koblenz. Bis Ende September diesen Jahres ereigneten sich auf den Bundesautobahnen im Zuständigkeitsbereich der Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums Koblenz bereits über 2.100 Verkehrsunfälle, wobei in nahezu 270 Fällen Personenschäden zu beklagen waren. Teilweise kamen Personen zu Tode oder wurden unfallbedingt schwerverletzt, in den meisten Fällen blieb es aber glücklicherweise bei leichteren Verletzungen.

Doch unabhängig von der Schwere eines Unfallereignisses, haben viele Unfälle in der Regel eines gemeinsam: Menschen befinden sich in einer Situation, in welcher sie Hilfe benötigen.

Da sich insbesondere auf Autobahnen aufgrund der hohen Verkehrsbelastung nach einem Verkehrsunfall oftmals innerhalb kürzester Zeit ein Rückstau der Fahrzeuge bildet, haben sich Fahrzeugführer bei ebensolchen Situationen an besondere Regeln zu halten. Sie müssen eine Rettungsgasse bilden.

Gesetzliche Regelung

Wie eine solche Rettungsgasse zu bilden ist, wird klar in der Verhaltensvorschrift des § 11 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ausgedrückt. Demnach haben Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, sobald diese mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse zu bilden.

Fehlerhaftes Verhalten kostet wertvolle Zeit

Bedauerlicherweise kommt es aber immer wieder vor, dass Verkehrsteilnehmer sich in erforderlichen Situationen nicht an die Vorschrift halten. Hierdurch wird den alarmierten Einsatzkräften oftmals ein zeitnahes Erreichen einer Einsatzstelle in erheblichem Maße erschwert und es geht wertvolle Zeit verloren. Bei einem schweren Verkehrsunfall Zeit, in welcher verletzten Personen nicht geholfen werden kann.

Höhere Sanktionen

Da es in jüngster Vergangenheit bundesweit zu mehreren Vorfällen kam, bei welchen fehlerhaftes Verhalten bei Staubildungen auf Autobahnen zu unhaltbaren Problemsituationen führte, hat der Gesetzgeber nunmehr reagiert und die diesbezüglichen Bußgeldandrohungen mit Wirkung zum 19. Oktober 2017 drastisch erhöht. So beginnt nunmehr das Regelbußgeld, wenn entsprechend der Verkehrssituation, also bei stehendem Verkehr oder auch schon bei Fahrten in Schrittgeschwindigkeit, keine vorschriftsmäßige Gasse gebildet wird, bereits bei einem Betrag von 200,- EUR, zu welchem noch 2 Punkte im Fahreignungsregister des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg hinzukommen. Verstöße, bei welchen zusätzlich noch eine Behinderung, Gefährdung oder gar Schädigung hinzukommt, führen zu noch höheren Bußgeldern und zu dem Punkteeintrag im Fahreignungsregister kommt noch ein einmonatiges Fahrverbot hinzu.

Die Polizei in Rheinland-Pfalz startet eine Verkehrsoffensive, um durch verschiedentlich angelegte Maßnahmen das Bewusstsein für das Thema „Rettungsgasse“ zu stärken.

Verkehrsdirektion beteiligt sich an Verkehrsoffensive

Auch die Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums Koblenz wird sich an dieser Verkehrsoffensive beteiligen und ab dem 30. Oktober insbesondere auf den Autobahnen in verstärktem Umfang entsprechende Kontrollmaßnahmen durchführen. Diese werden unter Leitung der jeweils zuständigen Polizeiautobahnstation anlassbezogen stattfinden und sich auf alle Fahrzeugarten erstrecken, da nicht nur PKW, sondern auch LKW, Busse und Motorräder die Verpflichtung haben, bei besonderen Verkehrslagen eine freie Gasse zu bilden.

„Denken Sie im Sinne der Verkehrssicherheit daran, dass ein jeder bei der Teilnahme am Straßenverkehr in einen Unfall verwickelt werden kann und sich schnellstmögliche Hilfe erhofft. Daher der Appell: Denken Sie an die Rettungsgasse - die Rettungsdienste könnten auch auf dem Weg zu Ihnen sein!“

Pressemitteilung Verkehrsdirektion Koblenz

Sobald sich ein Stau entsteht, sollte sofort eine Rettungsgasse gebildet werden. Foto: Polizei

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Stellenanzeige Reinigungskraft
Stellenanzeige Reinigungskraft
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
37

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
31

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
458

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Foto: Polizei
8056

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
2032

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen