Frühlingsmarkt und verkaufsoffener Sonntag
Rheinbach blüht auf
Perfektes Wetter zum Auftakt der Open-Air-Saison steigerte Laune und Kauflust der Besucher
Rheinbach. „Schönere Bedingungen für die Eröffnung der Open-Air-Saison in Rheinbach hätten wir uns nicht wünschen können“, so der Vorsitzende des Gewerbevereins Oliver Wolf. Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad ließen die Herzen höher schlagen und die Kauflust bei den Besuchern steigen. Die Hauptstraße hatte sich herausgeputzt mit vielen geschmückten Birkenbäumchen, und auch das Sortiment der Geschäftsleute ließ kaum einen Wunsch offen. Zu dem normalen Angebot an hochwertigen Waren und Produkten gab es so manches Schnäppchen, das sich der ein oder andere von den vielen hundert Besuchern nicht entgehen ließ. Erfreulicherweise war auch die Straße „Vor dem Dreeser Tor“ so hergerichtet worden, dass es keine Probleme beim Bummeln gab - leider aber nur für diesen einen Tag, die Straßenarbeiten gehen in den nächsten Tagen weiter.
Live-Musik von den "Ahrtal-Tramps"
Auf der autofreien Flaniermeile sorgte die schwungvolle Live-Musik-Band der „Ahrtal-Tramps“ mit ihren flotten Rhythmen und bekannten Melodien für beste Frühlingslaune. Natürlich kamen die kulinarisch verwöhnten Gäste voll auf ihre Kosten. Neben Angeboten der vielen Restaurants hatten auch die Cafés und Eisdielen guten Zulauf. Um ihre jeweiligen Kassen aufzubessern, boten Schulen und Kindertagesstätten Kaffee und Kuchen an. Ein Besuch in der Passage der Raiffeisenbank lohnte sich besonders. Für die Kids gab es neben einer Hüpfburg auch ein Kinderkarussell. Die Herzen von Trike-Fans schlugen höher, als sie die Präsentation von offenen motorisierten Dreirädern mit einem Vorderrad und zwei Hinterrädern von Rhein-Sieg-Trikes bestaunen konnten. Am Pallotti-Carré ging es weiter mit einem Fahrrad-Parcours von Pro-Cycling-Golla aus Merzbach. Weiterhin hatte auch der Obi-Markt einen Stand auf dem Lindenplatz zum „Angrillen“ eingerichtet. Ein besonderes Highlight war die zweimalige Modenschau auf dem Martinplatz, dargeboten von „GM Gabi Moden“, „Claudias Blumen und mehr“ und „City Goldschmied Engin Simsik“. Die Rheinbacher Autohäuser zeigten die neuesten Modelle zum Anfassen und Reinsetzen. Kurz zusammengefasst: Fast alle Geschäfte und Gewerbetreibende von der Koblenzer Straße, an den Märkten, Voigtstor/Ramershovener Straße bis zum Dreeser Tor beteiligten sich am ersten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr. Am Sonntag gab es nur zufriedene Mienen, sowohl bei den Mitgliedern des Gewerbevereins als auch bei den Besuchern.
Frühlingsmarkt im Himmeroder Hof
Der verkaufsoffene Sonntag war angekoppelt an den Frühlingsmarkt im Himmeroder Hof. Seit einiger Zeit darf es laut Gesetz keine verkaufsoffenen Sonntage mehr geben, die nicht an ein traditionelles Fest der Stadt angebunden sind. Wie immer war auch in diesem Jahr der Frühlingsmarkt im Himmeroder Hof wieder ein echter Hingucker, organisiert vom Kulturamt Rheinbach und dem Museumsteam um Ruth Fabritius. Auch das Naturparkzentrum Rheinland im Himmeroder Hof hatte seine Türen für interessierte Besucher geöffnet. Etwa 40 Aussteller hatten ihre Stände in den Räumen des Glasmuseums, im romantischen Hof oder vor dem Eingangstor aufgebaut. Das Angebot reichte von Senf, Honig, Schokolade, Ziegenkäse, Kräutern bis hin zu edlen Weinen der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Jede Menge Gebrauchskeramik, Papierdesign, Holz- und Schieferarbeiten, Edelstahlobjekte und Tischwäsche waren nicht nur zu bestaunen, sondern konnten auch käuflich erworben werden. Wer noch etwas für seinen Garten brauchte, wurde hier fündig. Im Glasmuseum ist es nahezu Pflicht, dass Schmuck aus Glas angeboten wird. Außerdem zeigte Fritz Berg, wie Gas durch Schliff veredelt wird, und Helga Feuser-Strasdas konnte man beim Bleiverglasen zusehen. Es würde den Rahmen sprengen, alle Kunstschaffenden aufzuführen, fest steht aber, dass alle Stände liebevoll arrangiert wurden. Die Besucher waren wiedermal von der Vielfalt der Angebote begeistert. Für das leibliche Wohl sorgte die Jahrgangsstufe 11 des St. Joseph-Gymnasiums Rheinbach mit ihrer bekannten Cafeteria. Wer lieber selbst seine Nahrung herstellen wollte, war beim Stockbrotbacken des Eifel- und Heimatvereins mit Elsbeth Bois bestens bedient. Nicht nur für die Kinder gab es die Gaukelei mit „Narrenkai“ (Kai Jordens). Spaß und Freude hatten die Kinder beim Jonglieren, und für einige war der Tag dann viel zu schnell vorbei. STS
Neben einer bunten Vielfalt an Textilien, Pflanzen und Kräutern wurden rund um Haus und Garten Kunst- und Gebrauchsgegenstände feilgeboten. Foto: Picasa
Bis auf den letzten Platz waren die Stühle der Außengastronomie besetzt. Foto: Picasa
In der Glaswerkstatt von Fritz Berg im Himmeroder Hof bekamen die Besucher einen Eindruck vom Glasschleifen vermittelt. Foto: Picasa
