Vorlesewettbewerb „Laut oder deutlich“ für Grundschüler in Rheinbach steht vor der Tür
Rheinbachs neue Vorlesetalente bereiten sich vor
Rheinbach. Am 17. Juni ab 17:00 Uhr wird es im Foyer der Rheinbacher Stadthalle wieder heißen „Laut oder deutlich!“. Zwölf neue Talente von allen fünf Rheinbacher Grundschulen bereiten sich derzeit gemeinsam auf den beliebten Vorlesewettbewerb für Kinder der Stufe 4 vor. Es war im Schuljahr 2015/16, als eine gewisse Victoria Schaay die erste Ausgabe von „Laut oder deutlich!“ gewann. Zwei Jahre später wurde sie als Sechstklässlerin Deutschlandsiegerin des Bundesweiten Wettbewerbs. Der Rheinbacher Grundschulwettbewerb war also eine perfekte Startrampe. In diesem Jahr heißen die Kinder zum Beispiel Olivia, Kilian, Soumya und Jonathan. Sie und die acht weiteren Kinder wurden an ihren Grundschulen in Rheinbach für den Wettbewerb empfohlen. Damit aus diesen guten Vorlesekindern sehr gute werden, üben sie an mehreren Tagen mit dem Vorbereitungsteam von Rheinbach Liest in der öffentlichen Bücherei St. Martin und im Kulturzentrum Himmeroder Hof. „Wir versuchen im Vorbereitungsteam neben bewährten Coaches wie Karl Hempel und Melanie Kriegel immer auch jungen Nachwuchs einzubinden“, erklären Elke Dietrich-Rein und Gerd Engel, die das Rheinbach-Liest-Projekt in diesem Jahr federführend betreuen.
„So freuen wir uns, dass ältere Ehemalige wie Victoria Schaay (17) und Tom Warhonowicz (17) ebenso dabei sind wie Silas Worm (15 Jahre, NRW-Finalist von 2020) und die letztjährige Bezirkssiegerin Jule Liess (13). Zu den jüngsten Coaches gehören die Vorjahresteilnehmerinnen Hannah Fazius und Louisa Dissemond sowie die LoD-Siegerin von 2022 Leni Beer.“ Besonders glücklich sind die Projektverantwortlichen auch über das Mitwirken des diesjährigen NRW-Finalisten Julian Unruh (12) vom Städtischen Gymnasium. Die Vorbereitung im Team macht allen Freude, den Teilnehmenden und den Coaches. Die buchbegeisterten Viertklässler lernen sich gegenseitig kennen, und so wird aus dem vermeintlichen Wettbewerb eine gemeinsam auf die Beine gestellte unterhaltsame Bücher-Show. „Gemeinsam“ lautet auch das Stichwort für die zahlreichen Kooperationspartner und Mitveranstalter von Rheinbach Liest: Das Rheinbacher Kulturamt, die Öffentliche Bücherei St. Martin sowie die beiden Buchhandlungen Kayser und kunterbunt. Bürgermeister Ludger Banken hat die Schirmherrschaft übernommen. Leseförderung ist eine wichtige gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe, und es gelte für Rheinbach, so Engel augenzwinkernd, den Nimbus als „Deutschlands heimliche Vorlesehauptstadt“ zu untermauern.
Leseförderung bedeutet immer auch umfassende Talentförderung. Gutes Vorlesetraining berücksichtigt dabei vielfältige Aspekte: Die Wahl der richtigen Textstelle im Lieblingsbuch, das Einüben von Betonung, Pausensetzung, Lesetempo, Stimmeinsatz und Artikulation – all das muss passen, um die hoffentlich zahlreich zuhörenden Kinder im Publikum zu fesseln und für das eigene Buch zu begeistern. Bei den Coachings geht es darum mit viel Spaß aber auch Konzentration zur Sache.
Begeistern wird auch eine weitere ehemalige LoD-Gewinnerin. Fiona Müdder von der hiesigen Gesamtschule, Talent aus dem Kinder- und Jugendchor der Musikschule, kümmert sich als Gesangssolistin um die musikalische Einrahmung.
„Laut oder deutlich!“, der Rheinbacher Vorlesewettbewerb für Grundschulkinder ist öffentlich und der Eintritt natürlich frei.
Los geht es am Montag, den 17. Juni, um 17.00 Uhr im Foyer der Stadthalle an der Villeneuver Straße. Für das leibliche Wohl während der rund zwei Stunden ist gesorgt.
