Allgemeine Berichte | 05.09.2016

Auf den Spuren der Vulkane am Tag des Geotops am Sonntag, 18. September

Riedener Kessel im Mittelpunkt

Rieden. Der alljährliche „Tag des offenen Denkmals“ am zweiten Sonntag im September hat sich längst als Publikumsmagnet etabliert. Ebenfalls seit Jahren findet nur eine Woche später der „Tag des Geotops“ statt. Das wiederum wissen nur die Allerwenigsten.

Nachdem im vergangenen Jahr bei einer Gemeinschaftsveranstaltung der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) und der Tourist-Info Ferienregion Laacher See der Wehrer Kessel als ein polygenetischer Einbruchskrater umfassend vorgestellt wurde, wird am Sonntag, 18. September, einem interessierten Teilnehmerkreis im Zuge einer vulkanologisch-geologisch-biologischen Wanderung der Riedener Kessel fach- und sachkundig präsentiert. Professor Dr. Lothar Viereck, der vor mehr als 30 Jahren hier seine Doktorarbeit verfasste, wird gemeinsam mit Walter Müller zu interessanten Punkten führen.

Der Riedener Vulkan war vor etwa 480.000 bis 380.000 Jahren aktiv und hat mehrere Eruptionen erlebt. Innerhalb des Kessels hat lange Zeit zwischen den Eruptionen ein See existiert, dessen Wasserspiegel etwa 80 bis 100 Meter über dem heutigen Waldsee lag.

Die derzeitige Form des Kessels mit dem weitverzweigten Talsystem entstand erst im Verlauf der letzten Eiszeit.

Diese etwa fünfstündige Vulkanwanderung über gut zwölf Kilometer, die die DVG und die Ferienregion Laacher See anbieten, beginnt um 10 Uhr. Gute Kondition und festes Schuhwerk, etwas Rucksackverpflegung und Getränke werden von den Teilnehmern erwartet.

Wegen der Überschaubarkeit der Gruppe gibt es eine Teilnehmer-Obergrenze. Deshalb werden Interessierte gebeten, sich telefonisch unter (0 26 36) 80 06 93 oder per E-Mail an khwm@gmx.de anzumelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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