Riesenerfolg bei Benefizveranstaltung
Wachtberg-Berkum. Fast so, als wollte das Wetter wiedergutmachen, was es am 4. Juni zerstört hatte, schien am Sonntag pünktlich zur Benefizveranstaltung über Berkum die Sonne, als das Villiper Dreigestirn „Wir für hier – Wir für Wachtberg“ um 14 Uhr eröffnete. Die Planung und Hilfeaufrufe hatten viele Besucher, Helfende und Flohmarktanbieter schon in den sozialen Medien verfolgt. Dort war schon zu erahnen, dass der einfache Hilfeaufruf und die Ankündigung einer Veranstaltung für die Flutopfer mehr Menschen in Bewegung bringen würde, als ursprünglich vermutet. Was sich auf dem Platz im Fußgängerbereich des Einkaufszentrums in Berkum am Sonntag dann tatsächlich abspielte, übertraf dennoch alle Erwartungen. Schon eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung schlenderten die ersten Besucher über den Kinderflohmarkt hinter der Bühne. Auch auf der Hüpfburg und beim Torwandschießen tummelten sich die kleinen Besucher schon, während die Organisatoren den letzten Feinschliff anlegten. Bei der Eröffnung dankte das Villiper Dreigestirn allen Helfern, Sponsoren, Spendern und Organisatoren und erinnerte daran, dass auch die Freiwillige Feuerwehr, die zu den Helfern der ersten Stunde gehörte, ehrenamtlich tätig ist und ihre Energie und ihre Freizeit in den Dienst der Gesellschaft stellt.
Die Jungfrau des Dreigestirns informierte die Besucher über die vielen Angebote, die an diesem Tag im Namen der guten Sache von vielen helfenden Händen auf die Beine gestellt wurden. Darunter waren Kinderschminken, eine Hüpfburg, Torwandschießen, die Buttonmaschine der Jugendorganisation Move, ein Luftballonstand, ein Glücksrad, der Kinderflohmarkt, ein Postkartenstand mit handgemalten Postkarten, der Tombolalosverkauf und ein Charity-Verkauf ohne vorgegebene Preise.
Auf der durchgehend besetzten Bühne präsentierte sich nicht nur das Villiper Dreigestirn als Moderatoren, sondern auch viele andere Highlights, wie die Rheinbacher Jagdhornbläser und die Coverband Winterfeld aus Bad Godesberg. Obwohl die Band selbst mit ihrem Probenraum beim Unwetter unfreiwillig „baden gegangen“ war, hatte sie für diesen Tag ein gutes Programm mit Klassikern zusammengestellt. Kurzzeitige technische Probleme konnten weder den Einsatz der Band noch die gute Laune des Publikums bremsen. Im Anschluss zeigten eine vierköpfige Tanzgruppe und das krankheitsbedingt als Duo auftretende Hip-Hop-Trio der Gruppe J.E.M. ihr Können. Die Bühnenerprobten Mädchen zeigten nach ihrem Auftritt interessierten Kindern einige coole Moves aus ihrem Repertoire.
Die „Jodesberger Junge“ hatten keine Bühnendarstellung für diesen Tag im Programm, aber eine große Überraschung: Sie legten einen Gutschein für einen persönlichen Auftritt in die Tombolatrommel. Das Besondere an dieser Tombola war, dass es keine Nieten gab. Jedes Los hatte mindestens einen Gegenwert von fünf Euro. Große Sachspenden und wertvolle Gutscheine versteigerte zum Schluss das Villiper Dreigestirn zugunsten der Unwetteropfer.
Niemand sollte an diesem Tag leer ausgehen oder hungrig bleiben, denn auch das Buffet war reich gedeckt. Auf die Besucher wartete die längste Kuchentheke Wachtbergs und das längste Baguette Wachtbergs mit 10.000 Millimetern sowie ein Getränkestand. Das Deutsche Rote Kreuz sorgte außerdem mit 500 Portionen gespendeter Erbsensuppe mitsamt dazugehöriger Gulaschkanone und Bewirtung für das Wohl der Freunde herzhafter Genüsse.
Bereits im Laufe des Sonntags wurde klar, dass der Erlös der Veranstaltung beträchtlich sein würde. Dieses Geld wird nun in kürzester Zeit über die Ortsvorsteher der Dörfer an die Betroffenen Unwetteropfer verteilt. Schlussendlich ist ein Erlös von knapp 15.000 Euro erzielt worden
Der Bernareggio Platz platzte aus allen Nähten.
Auf jedes Los wartete ein Preis, Nieten gab es keine.
Die Tanzgruppe Integrity sorgte für Partystimmung
