Allgemeine Berichte | 05.07.2016

Höhepunkt der gemeinschaftlichen Verbundenheit und eine grenzenlose Begeisterung für die anwesende Bürgermeisterin

Riesiges Zuckerfest beendete den Ramadan

Viel mehr miteinander reden und aufeinander zugehen, das möchte man in Zukunft intensivieren. Das haben sich die Verantwortlichen auf diesem Fest versprochen. Udo Stanzlawski

Koblenz-Wallersheim. Fast 1.000 Gäste feierten am Dienstag das Ende des Fastenmonats Ramadan in einem Zelt auf dem Messegelände am Wallersheimer Kreisel. Dieses Fest ist einerseits ein Ausdruck der Freude, den Ramadan erlebt zu haben, und andererseits ein Höhepunkt der gemeinschaftlichen Verbundenheit. Organisiert hatte dieses Fest der Abu Bakr Verein, der alles bestens vorbereitet hatte. Für die Kinder hatte man eine große Hüpfburg, unendlich viele Süßigkeiten und viele Überraschungen vorbereitet. Viele Flüchtlinge aus den Unterbringungen aus allen Statteilen waren auch zusammen gekommen und hatten auch bei den Vorbereitungen und dem Aufbau mitgeholfen. Noch nie wurde das Zuckerfest in Koblenz so groß gefeiert. So gab es am frühen Morgen erst einmal ein gemeinsames Gebet und im Anschluss dann eine Festansprache in Arabisch und deutscher Übersetzung. Themen waren dabei unter anderen das Fasten selbst, das Zuckerfest, die Tradition und die Hintergründe dazu. Während im ganzen Zelt Süßigkeiten und Kakao verteilt wurden, hatte sich Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein eingefunden. Hier verriet sie gleich, dass es für sie das erste Zuckerfest ist, was sie erleben durfte. „Das Zuckerfest ist auch ein wichtiges Fest für unser Zusammenleben, denn wir alle wissen - wir brauchen uns gegenseitig, um gemeinsam friedlich, tolerant und respektvoll miteinander leben zu können“, betonte die Bürgermeisterin in ihrer Rede.

„Koblenz ist eine weltoffene und tolerante Stadt und ich darf sie bitten, bringen sie sich ein in unser Leben und bringen sie sich ein in unsere Kultur“, sprach sie weiter. Serkan Genc, Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration der Stadt Koblenz, maß dem Besuch der Bürgermeisterin auf diesem Zuckerfest eine sehr große Bedeutung ein. „Damit setzt sie ein Zeichen, dass Ihr alle in der bunten Stadt Koblenz willkommen seid“, sagte er in seiner Rede an alle Gäste.

Seitens der Flüchtlinge will man sich jetzt immer weiter engagieren, mehr integrieren und auch aufeinander zugehen. Gemeinsamkeit war an diesem Tag ein großes Thema und so war es auch für die Bürgermeisterin ein deutliches Signal der Flüchtlinge, dass man sich hier wohlfühlt und, dass man friedlich miteinander hier leben möchte. Beeindruckt war sie auch von der Herzlichkeit und dem freundlichen Entgegenkommen bei dem Zuckerfest. „Wir müssen noch mehr Kontakte miteinander schaffen und wir müssen nicht nur übereinander, sondern miteinander sprechen. Das ist die Brücke zum Verständnis“, so Hammes-Rosenstein.

Und wirklich, es war ein herzlicher Empfang, der ihr entgegengebracht wurde und eigentlich wollte man sie nicht so schnell wieder gehen lassen. Kinder wurden der Bürgermeisterin vorgestellt und zahlreiche „Selfies“ wurden mit ihr gefertigt. Eine fast grenzenlose Begeisterung für die Stadtchefin, wie man sie selten erlebt hat und dies zeigte doch ein schönes „näher Rücken“, aufeinander zugehen und eine tolle Offenheit auf allen Seiten.

Dank an alle Helfer als die eigentlichen Brückenbauer

Bei diesem Fest wurde auch einmal mehr das Engagement der Ehrenamtlichen Menschen deutlich, die sich bisher um die Flüchtlinge bekümmert haben und bei diesem Fest auch wieder mit eingebracht haben, denn sie sind die eigentlichen Brückenbauer zwischen den Flüchtlingen und unserer Gesellschaft, erklärte die Bürgermeisterin zum Abschluss.

US

Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein wurde herzlich und begeistert begrüßt.

Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein wurde herzlich und begeistert begrüßt.

Das Zuckerfest auf dem Messeplatz wurde von etwa 1.000 Gästen besucht.

Das Zuckerfest auf dem Messeplatz wurde von etwa 1.000 Gästen besucht.

Viel mehr miteinander reden und aufeinander zugehen, das möchte man in Zukunft intensivieren. Das haben sich die Verantwortlichen auf diesem Fest versprochen.Fotos: Udo Stanzlawski

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