Blaulicht | 01.01.2026, 10:55 Uhr

Die wichtige Arbeit der Helfer wurde durch die Angreifer massiv behindert

01.01.: Bonn: Feuerwehrleute und Fahrzeuge mit Böllern und Raketen attackiert

Symbolbild. Sven Grundmann - stock.adobe.com
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Bonn. Für die Bonner Einsatzkräfte war der Jahreswechsel auch in diesem Jahr wieder sehr einsatzintensiv. Insgesamt bewältigten die Feuerwehrkräfte allein im Zeitraum von 21:00 Uhr bis 04:00 Uhr 55 Brandeinsätze. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigten sich damit erneut hohe Einsatzzahlen.

Es handelte sich überwiegend um Kleinbrände. Im gesamten Stadtgebiet brannten zahlreiche Container und Mülltonnen, ausgelöst durch Feuerwerkskörper.

Um 0:48 Uhr wurde die Feuerwehr nach Bonn-Röttgen zu einem gemeldeten Gebäudebrand alarmiert. Vor Ort hatte sich glücklicherweise lediglich ein Baum vor dem Gebäude entzündet, der bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr gefahrlos gelöscht werden konnte. Nach einer kurzen Nachkontrolle durch die Einsatzkräfte war kein weiteres Eingreifen erforderlich.

Um 1:43 Uhr wurde ein Garagenbrand an einem Wohngebäude in Bonn-Limperich gemeldet. Durch Rauch und Feuer waren auch unmittelbar angrenzende Wohnungen bedroht. Mehrere Wohnräume wurden daraufhin durch die Feuerwehr kontrolliert. Teilweise musste eingedrungener Rauch mit Lüftern beseitigt werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Kontroll- und Nachlöscharbeiten dauerten bis etwa 3:00 Uhr an.

Kurz nach 2:00 Uhr kam es in Bonn-Beuel im Bereich der Neustraße zu einem Containerbrand an einem ehemaligen Schulgebäude, der auch auf den Kellerbereich des Gebäudes übergriff. Ein gezielter Löschangriff von außen sowie im Innenangriff zeigte schnell Wirkung. Auch hier kamen keine Personen zu Schaden. Die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr in der Neustraße waren nach rund einer Stunde beendet.

Ein Alarm der automatischen Brandmeldeanlage im Parkdeck des Bonner Stadthauses um kurz nach 3:00 Uhr stellte sich als Fehlalarm heraus.

Die nördlichen Stadtteile Tannenbusch und Dransdorf kristallisierten sich in diesem Jahr als Einsatzschwerpunkte heraus. Wiederholt brannte an verschiedenen Einsatzstellen Unrat auf der Straße. Zusammengefundene Personengruppen behinderten die Arbeit der Feuerwehr erheblich. Fahrzeuge und Einsatzkräfte wurden gezielt mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Böllern beworfen.

Das Ablöschen von brennenden Müllbehältern und Unrat war daher nur mit Unterstützung zahlreicher Polizeikräfte möglich. Durch die Sicherung der Einsatzstellen durch die Polizei sowie ein zurückhaltendes Vorgehen der Feuerwehr konnten Verletzungen von Einsatzkräften oder Beschädigungen von Einsatzfahrzeugen vermieden werden.

Während der Silvesterfeierlichkeiten kam es außerdem zu einem erhöhten Einsatzaufkommen in der Notfallrettung. Zusätzlich musste der städtische Rettungsdienst im oben genannten Zeitraum fünfmal zu Verletzungen durch Feuerwerkskörper ausrücken.

In der Silvesternacht waren rund 150 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Hilfsorganisationen im Einsatz. Neben zusätzlich einsatzbereiten Führungsdiensten und weiteren Leitstellendisponenten wurde der Rettungsdienst mit vier zusätzlichen Rettungswagen verstärkt. BA

Symbolbild. Sven Grundmann - stock.adobe.com

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