Linz am Rhein
Robert-Koch-Realschüler spenden für „Kinder auf der Flucht“
Linz. Aus der Bundesstadt Bonn war am letzten Schultag vor den Herbstferien die Leiterin der Unicef-Arbeitsgruppe, Marianne Schütterle, angereist, um mit ihrem Kollegen Helmut Anheuser in der Robert-Koch-Realschule (RS) Linz am Standort Schulstraße einen Scheck in Höhe von 2946 Euro von Katrin Sommer, der pädagogischen Koordinatorin und Ansprechpartnerin für Schulprojekte, in Empfang zu nehmen. Unmittelbar vor den Sommerferien hatten die insgesamt 650 Realschüler im Stadion auf dem Kaiserberg an zwei Terminen Runde um Runde beim traditionellen Sponsorenlauf zurückgelegt und dabei satte 5892 Euro „erwirtschaftet“, eine Summe, die zur Hälfte dem Förderverein der RS zugutekommt, zu 50 Prozent der Unicef-Aktion „Kinder auf der Flucht“.
„Wir sind ausgesprochen dankbar und sehr stolz, dass uns die Schule mit diesem wirklich außergewöhnlich hohen Betrag bedacht hat“, freute sich Marianne Schütterle. Das Kinderwerk der Vereinten Nationen sei im Dezember 1946 gegründet worden, um die Nahrungs- und Gesundheitsversorgung Kindern in Ländern bereitzustellen, die an den Folgen des Zweiten Weltkrieges gelitten hätten; am 30. Juni 1953 sei dann das Deutsche Komitee für die „United Nations International Children’s Emergency Fund“ in Köln ins Leben gerufen worden. „Unsere Bonner Unicef-Arbeitsgruppe ist die erste von inzwischen über 80 ehrenamtlich aktiven Gruppen in Deutschland, die in Entwicklungsländern Projekte etwa in den Bereichen Gesundheit und Hygiene, Ernährung und Bildung unterstützt oder die sich wie aktuell für den Schutz von Flüchtlingen engagiert“, erklärte Marianne Schütterle.
Den Kontakt zur Robert-Koch-Realschule hatte Anheuser hergestellt, der auch Mitglied im Förderverein ist. „Ich hatte schon länger vor, die Aktivitäten unserer Gruppe aus Bonn herauszuholen und hier in der Region Flagge zu zeigen. Außerdem konnten die Schüler so einen kleinen Beitrag zur Weltgeschichte leisten und den syrischen Kindern Hoffnung geben, dass sie nicht allein gelassen werden“, erklärte er. Zumal die Not der Flüchtlinge den Zehn- bis 17-Jährigen nicht nur nahezu täglich im Fernsehen vor Augen geführt worden sei, ergänzte Katrin Sommer.
„Unsere Schüler haben direkt Berührung mit dem Problem, weil in unserer Schule einige Flüchtlingskinder sind“, berichtete sie. Durch diese größere Nähe seien die Schüler viel stärker motiviert gewesen während der Laufveranstaltung. So sei ein Schüler der 9. Klasse 17,6 Kilometer gelaufen, obwohl er für keine seiner 44 Runden einen Sponsor gefunden habe. „Seine Leistung wie auch die unserer Flüchtlingskinder, deren Familie sie natürlich nicht finanziell unterstützen konnten, wurden durch Spenden aus der Linzer Geschäftswelt honoriert“, erinnerte Katrin Sommer abschließend.
DL
