Tennisklub am Stadtwald Rheinbach
Römerbad, Silberberg und Bunte Kuh
Überraschung bei der Adventswanderung der Tennissportler
Rheinbach. Die traditionelle Adventswanderung hatte als Ausgangs- und Zielpunkt Ahrweiler mit seinem einmaligen Weihnachtsmarkt, dessen Besuch aber erst einmal „verdient“ werden musste. Jörg und Karin Salewski waren die Wanderführer, denen sich die Tennissportler gerne anvertrauten.
Wenige hundert Meter nach dem Start in Ahrweiler bot sich eine große Überraschung: Das nur wenigen Rheinbachern bekannte Römerbad unterhalb der Ahrweiler Umgehungsstraße hatte rein zufällig geöffnet, und so wurde die Gelegenheit ergriffen, diese kleine feine Ausstellung zu besichtigen. Es befanden sich dort zwei mit Renovierungsarbeiten beschäftigte Ehrenamtler, nämlich die Hobby-Archäologen Bernd Walther und Michael Schneider, die spontan eine Führung zu diesen Überresten des römischen Landgutes „Am Weiherberg“ mit äußerst fachkundigen Informationen vornahmen. Dabei wurde nicht nur die hypokaustische Anlage, ein mit zentraler Luftheizung versehenes Badehaus, sondern auch eingehend das Modell einer römischen Höhensiedlung auf der Hochebene der „Bunten Kuh“ oberhalb von Walporzheim, vermutlich aus dem fünften Jahrhundert, besichtigt.
Und, wie es der Zufall wollte, genau dorthin führte auch die anschließende Wanderung auf dem Weinbaulehrpfad. Plötzlich hatte die „Bunte Kuh“ für die Wanderer eine völlig neue Bedeutung. Und auch zu den imposanten Pfeilern der Ahrtalbrücke, die um 1912 im Zusammenhang mit der geplanten strategischen Bahnlinie von Liblar nach Trier gebaut wurde, gab es historische Erläuterungen.
Nach einer kurzen Aufwärmpause mit Selbstgebackenem und Schnäpschen ging es bei klirrender Kälte zurück zum Weihnachtsmarkt in Ahrweiler, auf dem dann die Wanderung bei Glühwein und Reibekuchen in adventlicher Stimmung mit einem herzlichen Dank an die Wanderführer endete.
Das Römerbad in Ahrweiler hatte zufällig geöffnet und wurde prompt besichtigt.
