Landrat ehrt den engagierten Sääner
Rolf Barthel erhält höchste Ehre des Landkreises
„Kleiner Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz“ wurde verliehen
Bendorf-Sayn/Koblenz. Wenn man in Sayn nach Namen sucht, die unzertrennbar mit dem Ort verbunden sind, wird vielen Menschen der Name Rolf Barthel schnell in den Sinn kommen. Eigentlich ist er fast überall dabei, wenn im Ort etwas geschieht. Und oftmals ist er dabei organisatorisch ganz vorne mit auf, häufig auch als Moderator.
„Er ist die Stimme von Sayn“, so beschrieb es sein Sohn Mark bei der letzten Eröffnung des Burgen- und Parkfestes. Umso verwunderlicher, dass Rolf Barthel sich erst jetzt in den Kreis derjenigen einreiht, die zum Geburtstag des Landkreises Mayen-Koblenz mit der höchsten Würde des Landkreises geehrt werden: der Verleihung des Wappentellers. Landrat Dr. Alexander Saftig, der selbst gerne und oft in Sayn bei vielen Aktionen mit vor Ort ist, ehrte ihn nun mit dem „Kleinen Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz“, der höchsten Auszeichnung, die der „junge Landkreis mit Tradition“ zu vergeben hat.
Rolf Barthel reiht sich damit in eine illustre Runde von Bendorfer Bürgern ein, die vom Landkreis eine solche Wertschätzung erhalten. Wie konnte dann die Veranstaltung für die acht Preisträger und Gäste passender beginnen, als mit dem Titel „What a wonderful world“. Dr. Saftig begrüßte mit dem Zitat Ewald Balsers „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun, als ihre Pflicht“. So bezeichnete er in seiner Laudatio Rolf Barthel als den „sprichwörtlich bunten Hund in Bendorf“. Er ist ein „echter Sääner Barwes Lääwer“ und aus dem Vereinsleben von Sayn und Bendorf kaum mehr wegzudenken.
In Rolf Barthels Brust schlagen drei Herzen, verriet der Landrat den Anwesenden. Eines für den Handballsport, eines für den Sayner Karneval und eines für die Vereine. „Mit ausgeprägtem Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und sportlichem Talent warfen Sie in Ihrer sportlichen Karriere ein Tor nach dem anderen. Als Torschützenkönig warfen Sie sich dabei in die Bundesliga, waren im Olympiakader dabei und ganz nebenbei auch Nationalspieler. Sie verloren niemals Ihren Heimatort aus den Augen.
Sie wohnten weiterhin in Ihrem Heimatort Sayn und nahmen gerne lange Fahrtzeiten zu Trainingsorten und Spielen in Kauf. Sie sind ein Botschafter des Sports für Mayen-Koblenz“.
Im Karneval lebt Rolf Barthel nicht nur die Tradition, er war unzählige Jahre im Vorstand aktiv, darunter auch als Geschäftsführer, später als Präsident, Ehrenpräsident und nun als Präsident des Senates. Er wurde mit der Ehrenmedaille der RKK in Gold ausgezeichnet und erfüllte sich als „Prinz Rolf I. von, zu und aus Sään“ 2004 seinen Traum, Prinz von Groß-Bendorf zu „sayn“. Auch als Bezirksvorsitzender der RKK war er im Einsatz.
„Gemeinsam geht vieles leichter“, betonte Dr. Alexander Saftig im Hinblick auf den Ortsvereinsring Sayn und lobte das Netzwerk der Vereine, dessen Sprecher Rolf Barthel seit langen Jahren ist und immer im Einsatz für die Pflege von Traditionen steht. Beispielsweise beim Burgen- und Parkfest ist er seit den ersten Jahren aktiv dabei. Aussteller suchen, den Programmablauf sichern, Lichterketten im Park installieren, für Elektroinstallationen sorgen, Wasser-Zu- und Abläufe einbauen und vor allem: moderieren!
Mit dem Mikro in der Hand ist er nicht nur beim Burgen- und Parkfest ein gefragter Conferencier für „sayn“ Sayn. Er bei der Aufrechterhaltung von Traditionen immer mit dabei: ob Karneval oder Kirmes, ob „Breggel’sche“ oder Benefizlauf, ob Abtei oder Sayner Hütte… Und bei vielen Dingen mehr. Mal als „langer blauer Mann“ „off’m Spetzje“, mal als Präsident des KG-Senates. Mal sieht man ihn im Interview mit dem SWR vom rollenden Präsentationswagen des Kulturparkes Sayn beim Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey, mal hört man ihn laut-schallend durch den Park, wenn „Familie sayn“ mal wieder „benefizt“. Wer auf sein Organisationstalent vertraut, weiß, dass es funktionieren wird.
Sein Wille ist es, seine Erfahrung und seinen Wissens-Schatz an die Jugend weiter zu geben und dann zu wissen, dass es in seinem Lieblingsort genauso weiter geht, wie es soll: zusammen stehen, zusammen arbeiten, zusammen feiern und die Traditionen erhalten. Ein ganz besonderer Mann, der Sayn liebt.
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Rolf Barthel, Fürstin Gabriela und Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn. Fotos: -PS- Foto: Anwender