Allgemeine Berichte | 13.04.2017

Alexander Gebert und Anna Magdalena Kokits in der Synagoge

Romantische Cellosonaten in der Synagoge

Anna Magdalena Kokits.

Ahrweiler. Seit 2007 leben sie gemeinsam ihre Liebe zur Kammermusik aus: der polnische Cellist Alexander Gebert und die österreichische Pianistin Anna Magdalena Kokits. Am Freitag, 12. Mai, um 20 Uhr spielt das Duo in der Synagoge in Bad Neuenahr-Ahrweiler romantische Cellosonaten und Musik von zwei großen jüdischen Komponisten. Den Anfang macht Franz Schuberts a-Moll-Sonate D 385, die als „Sonatine“ für Violine und Klavier bekannt wurde. Alexander Gebert überträgt dieses Meisterwerk der Romantik auf sein Cello, ebenso wie die berühmte Violinsonate von César Franck. Diese schönste Sonate aus dem Paris der „Belle Époque“ klingt als Cellostück ebenso gut wie auf der Violine. Im Herzen des Programms erinnern die Interpreten an zwei große jüdische Komponisten, zunächst an den Polen Mieczyslaw Weinberg. Bis heute steht er im Schatten seines geschätzten Kollegen Dmitri Schostakowitsch, obwohl er mehr Sinfonien, mehr Streichquartette und mehr Opern schrieb. Gebert und Kokits lassen seine zweite Cellosonate in C-Dur, Opus 63, erklingen. 150 Jahre früher schuf der junge Berliner Felix Mendelssohn die „Variations concertantes“, op. 17. Der Enkel des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn zählt heute wieder zu den berühmtesten jüdischen Musikern der deutschen Geschichte, während seine Musik zwischen 1933 und 1945 nicht aufgeführt werden durfte. Vorverkauf bei der Kreissparkasse Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 38 00 oder Tel. (0 26 41) 7 57 30 und bei Villa Musica in Mainz, Tel. (0 61 31) 9 25 18 00; www.villamusica.de.

Romantische Cellosonaten in der Synagoge

Anna Magdalena Kokits. Foto: photo/nancy horowitz

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