Allgemeine Berichte | 06.06.2017

„Kärmess ann Pingsde“

Rosenkirmes am Tor zum Hunsrück

Waldesch feierte drei Tage lang rund ums Bürgerhaus

Viel Manneskraft und anfeuernde Kommandos werden zum Aufstellen des Baumes gebraucht.  FotoFotos: EP

Waldesch. Wie in den vergangenen Jahren, lud Ortsbürgermeister Karlheinz Schmalz die Waldescher mit einer Textreihe aus dem Waldescher Lied zur traditionellen Kirmes an Pfingsten ein: „Onn wenn mia Pingsde Kärmess hann, dann es bäi ohß watt loss!“

Drei Tage lang tobte das bunte Kirmestreiben rund um das Bürgerhaus.

Ausgerichtet vom Förderverein „Kunstrasen Waldesch“, der von der Ortsgemeinde unterstützt wurde, amüsierte sich Jung und Alt mit gutem Essen und Trinken, an Fahrgeschäften, Schieß- und Verkaufsständen und erlebte fröhliche Stunden bei einem attraktiven Festprogramm. Das startete am Samstag mit der Abholung der Rosenmajestäten.

Vertreter der Ortsvereine zogen, angeführt vom Waldescher Musikverein „Wald-Echo“, zum Haus der Rosenkönigin. Mit Weinmajestäten kann Waldesch nicht dienen, Weinberge sucht man dort vergebens. Aber viele Rosen schmücken den Ort, den die Rosenmajestäten – Rosenkönigin Jasmin Feuerpeil und ihre Prinzessinnen Lea Bartmann und Karoline Ring – repräsentieren. Es ist ihre erste Amtszeit, an diesem Tag erfolgte ihre Inthronisation nach dem Aufstellen des Kirmesbaumes. Der wartete mit den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Waldesch am Ortseingang. Gemeinsam und unter der musikalischen Begleitung vom Musikverein zogen alle zum Festplatz am Bürgerhaus, wo die Kirmesgäste auf das Geschehen warteten.

Dem Umzug folgte die Traktorparade. Laut knatternd präsentierten sich etliche landwirtschaftliche Fahrzeuge, einige mit sehr historischem Charakter. Nicht einfach gestaltete sich das Aufstellen des Kirmesbaumes.

Da er über den Kirchturm hinausragen soll, wird eine nicht unerhebliche Länge zwischen dreißig und vierzig Metern gebraucht. Nach einer guten Stunde, mit viel Manneskraft und unter Anleitung von Hugo Bollinger, der die passenden Kommandos gab, ragte er in den Himmel. Damit stand der Eröffnung der „Kärmess“ nichts mehr im Wege, Bürgermeister Karlheinz Schmalz rief zum Feiern auf. Der Pfingstsonntag begann mit einem Frühschoppen am und im Bürgerhaus. Nachmittags lockte der Kirmeskaffee mit großer, leckerer Kuchentheke. Parallel dazu fand die „1. Waldescher Dorfmeisterschaft im Bierkrugschießen“ statt, die für viel Heiterkeit sorgte. Mit fetziger Live Stimmungsmusik begleitete die Band „Soldout“ aus dem Saarland die Feierwilligen in den Abend.

Nach dem traditionellen Hochamt am Pfingstmontagmorgen, bei dem der MGV „Waldruh“ und der MGV „Werlau St. Goar“ mitwirkten, war es Zeit für den zweiten Kirmesfrühschoppen. Die beiden Musikvereine machten dabei Stimmung.

Und wie immer wurde bei einer Tombola der Kirmesbaum verlost. Dank des Engagements des Fördervereins, den mitwirkenden Ortsvereinen, der Freiwilligen Feuerwehr und den Schaustellern, konnte die Ortsgemeinde eine positive Bilanz der „Pingsd Kärmess“ ziehen. Waldesch kann im Jahr 2022 seine tausendjährige Geschichte feiern. Der Ort liegt genau zwischen Rhein und Mosel, durch seine Lage wird er auch als „Tor zum Hunsrück“ bezeichnet. EP

Rosenkirmes am Tor zum Hunsrück

Rosenkirmes am Tor zum Hunsrück

Rosenkirmes am Tor zum Hunsrück

Viel Manneskraft und anfeuernde Kommandos werden zum Aufstellen des Baumes gebraucht.  FotoFotos: EP

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