Allgemeine Berichte | 09.07.2015

Neue Rettungssystem auf dem Rotweinwanderweg

Rote Schilder sorgen für schnelle Hilfe

Bürgermeister Wolfgang Kroeger (Stadt Sinzig), DRK-Kreisvorstand Dr. Frank-Peter Kaesler, DRK-Rettungsdienstleiter Lothar Backes, Bürgermeister Achim Haag (VG Altenahr) (v.l.) bei der Vorstellung des neuen Rettundssystems. UM

Altenahr. Ein einschneidendes Erlebnis auf dem Rotweinwanderweg ließ den Mediziner und aktives Mitglied im Vorstand des DRK Kreisverband Ahrweiler Dr. Frank-Peter Kaesler nicht mehr los und führte jetzt zu einem Rettungssystem, auf dem insgesamt 35 Kilometer langen Wanderweg, das schnelle und effektive Hilfe bietet. Nicht wie es Dr. Kaesler noch in Erinnerung hat, als der Rettungswagen zwar längst in Sichtweite, aber dennoch unerreichbar schien und sich die Minuten wie Stunden anfühlten, um den von einem Herzanfall heimgesuchten Patienten notärztlich zu versorgen. Gemeinsam mit dem DRK-Rettungsdienstleiter Lothar Backes machte sich Dr. Kaesler auf den Rotweinwanderweg um ein sicheres Rettungssystem aufzubauen. Dabei musste das Rad nicht ganz neu erfunden werden, da es ein ähnliches System bereits für die Waldarbeiter in Rheinland-Pfalz gibt. Hier sind die Waldareale aufgeteilt und in jedem Areal befindet sich ein Rettungspunkt mit einer spezifischen Nummer. Im Grundgedanke genau das richtige, nur noch etwas komfortabler und sicherer sollte es für die mehr als wohl 100.000 Wanderer sein, die das Jahr über den beliebten Rotweinwanderweg zwischen Sinzig, der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Verbandsgemeinde Altenahr zu ihrem Wandererlebnis auswählen. Rund 500 Arbeits- und Wanderstunden wurden ehrenamtlich von Backes und Kaesler geleistet, bevor das Rettungssystem mit nun 29 Rettungspunktschildern versehen wurde. Immer sind es die unverkennbaren Schilder des DRK in Roter Farbe und dem Logo des Rotweinwanderweges sowie dem nummerierten Rettungspunkt und der Notrufnummer 112. Zusätzlich befindet sich aber auch noch ein QR-Code mit der Hinterlegung der aktuellen Orts-Position (GPS-Daten) oder den Navigationsdaten zum schnellstmöglichen Rettungspunkt für den Wanderer und das dann auch mit dem Richtungspfeil auf der Tafel. Auch für die Wanderhinweisschilder und Rettungspunktschilder haben die beiden keine neuen Pfosten in die Erde gerammt sondern die vorhandenen Hinweistafeln auf dem Rotweinwanderweg genutzt. Zunächst als Pilotprojekt im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler, unterstützt von Hajo Münch und Gerd Zimmermann vom Eifelverein Bad Neuenahr sowie dem Forstbeamten Guido Ebach, wurde das System aufgebaut und danach auf der gesamtem Länge von Sinzig bis Altenahr installiert. Auch wer kein Smartphone zum Ablesen des QR-Codes besitzt braucht keine Angst zu haben, denn es genügt lediglich die Nummer des Rettungspunktes anzugeben, mit der in der Einsatzleitzentrale die genauen Koordinaten und der Anfahrweg hinterlegt ist. Denn genau darum geht es, das es Orte sind die problemlos mit dem Rettungsahrzeug zu erreichen sind und das kann, wenn es um Minuten geht, lebensrettend sein, wenn das Einsatzfahrzeug auf dem schnellsten Weg zum Patienten kommt. Kürzlich hatte Bürgermeister Achim Haag von der Verbandsgemeinde Altenahr und der Sinziger Bürgermeister Wolfgang Kroeger zur Vorstellung des Systems eingeladen und dazu nutzten sie auch die Gelegenheit, sich bei Dr. Frank-Peter Kaesler und Lothar Backes mit einem Weinpräsent für die aufwendige Arbeit auf dem Rotweinwanderweg zu bedanken, der für die beiden bereits 2013 begann. Das Rettungssystem ist bereits mit der Feuerwehr verknüpft und soll im nächsten Schritt auch in Zusammenarbeit mit der Polizei funktionieren, sodass der Rotweinwanderweg auch als Pilotprojekt angesehen werden kann, und das Projekt auf den Ahrsteig oder andere Wanderwege im Land übertragen werden könnte. Dass das System funktioniert, konnte bereits bei Alarmierungen festgestellt werden und das zur Zufriedenheit beider, des Patienten und des DRK-Rettungsdienstes, so Bürgermeister Haag auch als DRK-Kreisvorsitzender.

Bürgermeister Wolfgang Kroeger (Stadt Sinzig), DRK-Kreisvorstand Dr. Frank-Peter Kaesler, DRK-Rettungsdienstleiter Lothar Backes, Bürgermeister Achim Haag (VG Altenahr) (v.l.) bei der Vorstellung des neuen Rettundssystems. Foto: UM

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