Politik | 04.12.2025

Koblenzer Grüne unterstützen Initiative für ein bundesweites Verbot privater Silvesterböller

Von Heusinger: „Ein notwendiger Schritt für Klima, Sicherheit und Verantwortung“

Koblenz. Die Koblenzer Grünen schließen sich der bundesweiten Initiative für ein Verbot privater Silvesterböller und Raketen an.

Das breite Bündnis – bestehend unter anderem aus der Gewerkschaft der Polizei, dem Deutschen Kinderhilfswerk, Umwelt- und Tierschutzverbänden sowie medizinischen Organisationen – fordert seit Jahren ein Ende des privaten Feuerwerks.

Ihre zentralen Motive: weniger Verletzte, Schutz der Einsatzkräfte, weniger Tierleid, geringere Müll- und Feinstaubbelastung sowie mehr Sicherheit im öffentlichen Raum.

Der Landtagsabgeordnete und Direktkandidat Carl-Bernhard von Heusinger stellt klar: „Jedes Jahr belastet privates Feuerwerk unsere Städte mit enormen Mengen an Feinstaub und Schadstoffen – innerhalb weniger Stunden. Das steht in einem direkten Widerspruch zu allem, was wir im Klimaschutz mühsam erreichen wollen. Ein bundesweites Verbot privater Böller wäre ein sofort wirksamer Schritt für Klima, Gesundheit und Sicherheit. Und es entlastet gleichzeitig Rettungsdienste, Tiere und unsere Innenstädte.“

Von Heusinger verweist auf positive internationale Beispiele: „Andere Länder zeigen längst, dass sichere, moderne und umweltfreundliche Alternativen funktionieren. Wir sollten den Mut haben, das auch in Deutschland umzusetzen.“

Kreisvorsitzende Janina Luipers betont die inhaltliche Geschlossenheit der Initiative: „Die Initiative bringt alles zusammen, was seit Jahren offensichtlich ist: privates Böllern gefährdet Menschen, schadet der Umwelt und sorgt für Chaos in der Silvesternacht. Ein bundesweites Verbot schafft Planungssicherheit und ermöglicht moderne, sichere und klimafreundliche Alternativen wie professionelle Feuerwerke oder Drohnenshows. Das ist der richtige Weg.“

Kreisvorsitzender Christopher Bündgen unterstreicht die Bedeutung für Koblenz – und die Notwendigkeit, das Thema politisch weiter voranzutreiben: „Wir reden hier nicht über Einzelfälle irgendwo im Land. Auch in Koblenz gibt es jedes Jahr Verletzte – und vor wenigen Jahren sogar einen Todesfall durch privates Feuerwerk. Das zeigt, wie dringend wir handeln müssen. Die Initiative macht deutlich, wie breit der Rückhalt für ein Verbot privater Böller inzwischen ist. Und wir werden nicht müde, dieses Thema immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen, solange Menschen, Tiere und Einsatzkräfte gefährdet sind.“

„Ein Silvester ohne private Böller bedeutet nicht weniger Freude – sondern mehr Verantwortung. Für Klima, Gesundheit und Sicherheit“, so die Grünen abschließend.

Pressemitteilung Grüne Koblenz

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Kommentare
05.12.202510:10 Uhr
Boomerang

Und nur weil ein paar zu blöd sind sollen alle anderen darunter leiden. Vor allem - die die es treffen soll werden sich mit Sicherheit nicht an das Verbot halten. Die Ossis wussten schon warum sie , vor der Wende, immer die grünen Flaschen aussortiert haben.

H. Schüller antwortete am 05.12.202519:07 Uhr

Sinnloser Feinstaub geht in die Luft und der Knallerei sind wehrlose Tiere ausgeliefert.
Ihr vermeintliches Leid aller Anderen ist bloß primitive Anbiederung an rücksichtslose Feierfreunde im kollektiven Freizeitpark Deutschland.
Spenden Sie Ihr Böllergeld an die Ukraine, da wird es bitter benötigt und zwar nicht zum Spaß!

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