Jahrgangstreffen der Volksschule Brohl nach zehn Jahren
Rückblick auf die Schulzeit und die Veränderungen seitdem
Brohl. Im Juni dieses Jahres feierte Christa, das jüngste Mitglied ihres Schuljahrgangs, ihren 70. Geburtstag, was Anlass genug für sie und ihre ehemaligen Mitschüler der Volksschule Brohl war, nach langer Zeit wieder ein Jahrgangstreffen zu organisieren. Unter dem Motto „Oh Schreck, oh Schreck die 6 ist weg“ versammelten sich 17 der ursprünglich 34 eingeschulten Schülerinnen und Schüler in Brohl.
Der Treffpunkt war die heutige Leo-Stausberg-Schule, die gerade ihr 100-jähriges Jubiläum am aktuellen Standort feierte. Das obligatorische Klassenfoto auf der Schultreppe brachte eine interessante Erkenntnis: Die ursprünglichen 34 Kinder passten nicht mehr auf die Treppe, die eindeutig im Laufe der Jahre geschrumpft ist. Die Teilnehmer gedachten auch ihrer verstorbenen Mitschüler und besuchten den nahegelegenen Friedhof, wo sie Kerzen anzündeten, um ihre Erinnerung zu ehren. Anschließend führte der Tag zur ehemaligen Papierfabrik, wo Mitschüler Hans Joachim ihnen seinen Recyclingbetrieb zeigte. Ein Glas Sekt sorgte für gute Stimmung, und sie machten sich auf den Weg zur Brohltalbahn, um mit dem Vulkanexpress durch das malerische Brohltal nach Engeln zu fahren. Dort hatten die Organisatoren Plätze reserviert, und die Teilnehmer genossen Kuchen und Kaffee bei angeregten Gesprächen über ihre Hobbys, Reisen, Enkelkinder und die verschiedenen Aspekte des Rentenlebens. Anschließend fuhr die Diesellok sie zurück, wobei einige von ihnen an der Haltestelle Schweppenburg ausstiegen, um die Netze-Mühle ihres Mitschülers Johannes zu besichtigen. In dem historischen Gebäude erfuhren sie Interessantes über die Mühle, einen Steinmetzbetrieb und den Basaltabbau in ihrer Vulkanregion. Zur Erinnerung erhielten sie eine „Firmenchronik“ der Mayko Natursteinwerke GmbH, verfasst von einem ihrer Mitschüler. Die drei Kilometer bis Brohl hätten sie bei ihren 70 Jahren durchaus zu Fuß bewältigen können, aber die Organisatoren hatten einen Bus organisiert, um sie sicher zurückzubringen. Schließlich sind auch Schulkinder heutzutage nicht mehr zu Fuß unterwegs. Das Treffen endete am Rhein in einem Biergarten, wo sie das Schiff „Katharina“ besuchten. Der Bootswart Erich Melcher vom Brohler Kulturverein erzählte ihnen von der Geschichte der „Katharina“ und der Fischertradition am Rhein. Zum Abschluss spielte er auf dem Flügelhorn die Melodie „Warum es am Rhein so schön ist“.BA
