Kinderschutzbund Westerwald
Rückblick auf das Schuljahr 2022/2023
Westerwaldkreis.Auch im Schuljahr 2022/2023 boten die pädagogischen Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes Westerwald in den Schulen der Verbandsgemeinden Selters, Montabaur und Höhr-Grenzhausen niedrigschwellige Beratung und Hilfe für Kinder, aber auch für deren Eltern an.
Die „Mobilen Sorgenbüros“ sind weiterhin an insgesamt 15 Grundschulen in den Verbandsgemeinden Montabaur, Höhr-Grenzhausen und Selters vertreten. Sie sind ein Angebot des Kinderschutzbundes und bestehen seit fast 30 Jahren. Elf sozialpädagogische Fachkräfte sind in der Regel wöchentlich, teilweise auch viermal wöchentlich an den Schulen im Einsatz. An der Grundschule Selters gibt es seit Juni 2021 das Projekt „Sorgenbüro I Begegnen und Begleiten“, dank der finanziellen Unterstützung von BACKES e.V.. Hier ist die Sozialarbeiterin des DKSB an vier Tagen in der Schule. Zusätzlich wird dieses Projekt von der Universität Mainz wissenschaftlich begleitet.
Auch in diesem Schuljahr waren individuelle und gesellschaftliche Krisen Themen, die unsere Arbeit in den „Mobilen Sorgenbüros“ begleitet haben. Konflikte und Krieg standen nicht mehr im Vordergrund. Die SchülerInnen kamen mit einem hohen Hilfebedarf bei der Bewältigung von Konflikten, Sorgen und Ängsten im persönlichen Bereich sowie mit Schwierigkeiten im Umgang mit MitschülerInnen. Dies belegt auch die Schuljahresstatistik 2022/2023 des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. Kreisverband Westerwald/ Ortsverband Höhr-Grenzhausen, auf deren Zahlen wir im Folgenden näher eingehen.
Im Schuljahr 2022/2023 fanden im Vergleich zum letzten Schuljahr etwas mehr Gespräche (3.975) mit 853 Kindern statt. Das Verhältnis von Jungen und Mädchen ist weiterhin nahezu ausgeglichen.
Thematische Schwerpunkte waren nach wie vor der familiäre Bereich (33 Prozent) und der individuelle Bereich (39 Prozent). Im familiären Bereich wurden am häufigsten Konflikte mit Familienmitgliedern (31 Prozent) sowie Trennung, Scheidung und Umgangskontakte (22 Prozent) genannt, im individuellen Bereich stehen nach wie vor geringes Selbstwertgefühl (33 Prozent) und Ängste (25 Prozent) an erster Stelle.
Das Team arbeitet eng zusammen und wird durch regelmäßige Supervision und Fortbildung professionell begleitet.
Ein großer Dank des Kinderschutzbundes Westerwald ging an die Verbandsgemeinden, den Westerwaldkreis und das Land Rheinland-Pfalz, die die Finanzierung der „Mobilen Sorgenbüros“ für die Kinder im Westerwald sicherstellen. Darüber hinaus setzt der Kinderschutzbund eigene Mittel wie Spenden, Mitgliedsbeiträge und ehrenamtliche Arbeit ein.
Wer den Kinderschutzbund unterstützen möchte, kann sich ehrenamtlich bei den Projekten einbringen oder spenden, auch kleine Beträge helfen!
Infos: www.kinderschutzbund-westerwald.de. BA
