Allgemeine Berichte | 11.12.2019, 12:25 Uhr

ADFC-Mitgliederversammlung fordert verstärktes Engagement von Politik und Verwaltung

Rückenwind für Radverkehr

Förderung des Radverkehrs soll ein Schwerpunkt in der anstehenden Wahlperiode werden

Gemeinde Wachtberg. „Im Kommunalwahljahr 2020 wollen wir den Ausbau des Radverkehrs und eine nachhaltige Verkehrspolitik in Wachtberg noch stärker zum Thema machen“.

Das sagte der alte und neue Sprecher des ADFC in Wachtberg, Andreas Stümer bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 5. Dezember im Gasthof Henseler in Villip.

Ohne eine Verkehrswende und eine damit verbundene massive Reduzierung des CO2-Ausstoßes sind die Klimaziele von Paris nicht erreichbar. Dafür sind aber konkrete Schritte notwendig.

Und der Radverkehr ist hierfür prädestiniert, auch in der Gemeinde Wachtberg. Denn mit im Vergleich geringem Aufwand können etwa der Pendlerverkehr mit dem PKW nach Bonn und die damit verbundenen Emissionen reduziert werden. Fahrradfahren wird sicherer, die Wohnqualität verbessert sich weiter und die Gemeinde wird für den Fahrradtourismus attraktiver.

Dafür will der ADFC in Wachtberg werben und appelliert an die im Rat vertretenen Parteien und die Verwaltung in der Gemeinde und dem Rhein-Sieg-Kreis, die Förderung des Radverkehrs zu einem Schwerpunkt der im September 2020 beginnenden Wahlperiode zu machen.

Konkret fordert der ADFC etwa, die in den letzten Jahren beschlossenen Lückenschlüsse im Wachtberger Radnetz so schnell wie möglich umzusetzen.

So soll der bestehende, aber im Nichts endende Radweg von Berkum an der L 123 bis zum Gut Holzem verlängert werden und über zum Teil noch auszubauende Wirtschaftswege nach Arzdorf und Fritzdorf führen, und der Wachtbergring durchgehend mit einem Fuß-/Radweg versehen werden.

„Die Austraße in Niederbachem ist Teil einer zentralen Radpendlerroute aus Wachtberg über Mehlem nach Bonn und soll daher zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden. Dann haben Radfahrer Vorrang vor dem Autoverkehr“ so Jörg Landmann, zuständig für die Verkehrspolitik. Und der ADFC will die Verkehrssicherheit durch weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen und innerörtlichen Straßen in der Gemeinde erhöhen.

Aber natürlich wurden auch wieder die beliebten Feierabendtouren unter Führung des Tourenleiters Gerd Heinen besprochen.

Ab 15. April geht es wieder jeweils um 18 Uhr los. Startpunkt ist ab dann jeden Mittwoch bis in den September hinein das Hallenbad in Berkum. In 2 bis drei Stunden führen die Touren über ca. 40 Kilometer auf ruhigen Wegen in die Wachtberger Umgebung.

Dazu kommen Sondertouren, etwa über einen Teil der Rheinischen Apfelroute. Oder Willkommenstouren für Neubürgerinnen und Neubürger, um das schöne Drachenfelser Ländchen per Rad kennenzulernen.

Pressemitteilung des

ADFC Wachtberg

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