Gestohlene Bibel aus dem 16. Jahrhundert von ehemaligen Pastor aus Müden wieder an rechtmäßigen Platz
Rückkehr nach 34 Jahren
Bernkastel-Kues/Müden. „Es grenzt schon an ein kleines Wunder, dass nach über 34 Jahren eine wertvolle Bibel aus dem Jahr 1527 ihren Weg zurückgefunden hat“, freut sich Dr. Marco Brösch, Bibliothekar im St. Nikolaus-Hospital/Cusanusstift in Bernkastel-Kues und Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Trierer Institut für Cusanus-Forschung.
1988 wurde bei einer Inventarisierung in der Hospitalsbibliothek festgestellt, dass sich die Bibel nicht mehr an ihrem Platz befindet. Brösch erklärt: „Bis 1980 gab es – im Unterschied zu den Cusanus-Handschriften für die wertvollen Drucke – noch keine abschließbaren Schränke im Bibliotheksraum und auch keine Fachkraft, die sich um die Kunstschätze des Hospitals kümmert.“ Mit Gabriele Neusius wurde 1994 die erste hauptamtliche Bibliothekarin im Cusanusstift angestellt. Entsprechend liege die Vermutung nahe, dass der Druck von einem unbekannten Täter entwendet wurde und vermutlich in einer Privatsammlung verschwand.
Kurz vor Weihnachten 2022 gab es jedoch einen Hinweis im Internet: Zufällig stolperte Brösch im Internet über das Angebot eines niederländischen Antiquariats in der Nähe von Rotterdam, das die Bibel zum Verkauf anbot. Der Antiquar hatte sie von einem Kollegen erworben, der sie wiederum von einem Privatsammler übernommen hatte. Dass es sich bei der Bibel zweifelsfrei um das Exemplar aus dem Hospital handelt, beweisen eine alte Inventarisierungsnummer auf dem Titelblatt aus der Zeit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts und ein Besitzeintrag, aus dem hervorgeht, dass sich die Heilige Schrift einstmals im Besitz eines Stephanus Noll befand. „Nach einem Blick in die Chronik des Hospitals wurde schnell klar, dass es sich bei besagtem Stephan Noll aus Monreal um einen ehemaligen Pastor aus Müden an der Mosel handelte, der 1645 – kurz vor seinem Tod – für wenige Monate als Rektor im Hospital tätig war und seine Bücher dem Cusanusstift vermachte“, so Brösch.
Dem Verhandlungsgeschick des aktuellen Rektors Leo Hofmann und dem großzügigen Entgegenkommen des niederländischen Antiquars ist es zu verdanken, dass die 1527 bei Johannes Petreius in Nürnberg gedruckte Bibel nun wieder ihren angestammten Platz in der Hospitalsbibliothek einnehmen kann.
Beendet ist die Fahndung nach verschwundenen Buchschätzen der Bibliothek jedoch nicht: Gesucht wird weiterhin ein 1509 in Straßburg gedrucktes Predigtwerk des französischen Theologen Johannes Gerson (1363–1429). Im St. Nikolaus-Hospital/ Cusanusstift ist man jedoch zuversichtlich, dass auch dieser Frühdruck eines Tages wieder auftauchen wird.
Weitere Informationen gibt es bei Dr. Marco Brösch, E-Mail: broesch@cusanus.de.
Pressemitteilung Bistum Trier
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