Allgemeine Berichte | 01.10.2024

Heimatverein Ochtendung

Rundgang über den Emminger Hof

Der Gedenkstein für die Verstorbenen der Familie von Heddesdorf.  Foto: privat

Ochtendung. Auf Einladung des Vorstandsmitgliedes Hermann Peters fand für Mitglieder des Heimatvereins sowie interessierte Ochtendunger Bürger ein Rundgang über den Emminger Hof und seine Geschichte statt.

Vor etwa 45 Zuhörern erläuterte Hermann Peters, dass der Hof bis zu Beginn des 13. Jahrhunderts einem Ritter von Ulmen gehört hatte. Dieser kam verarmt von seiner Teilnahme am Kreuzzug zurück und verkaufte deshalb den Hof an das Kloster Maria Laach. In dessen Besitz blieb der Hof bis zur Enteignung durch Napoleon. Das Kloster verpachtete den Hof und ließ den Pächtern auch gewisse wirtschaftliche Freiheiten, so dass sie gut davon leben konnten.

Nach der Enteignung konnten die ehemaligen Pächter, die Familie Albrecht, den Hof käuflich erwerben. Die letzte aus dieser Familie, Anna Maria Albrecht, heiratete 1829 Johann Josef Peters. Seitdem ist der Hof im Besitz der Familie Peters.

Außer der Familie Peters bewohnte noch die Familie von Heddesdorf, bzw. heute deren Nachkommen Offergeld den Emminger Hof. Aus dieser Familie ließ 1882 Angelika, Freifrau von Heddesdorf, eine Kapelle errichten. Diese wurde in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts saniert und präsentiert sich in einem hervorragenden Zustand. Die Kapelle ist Eigentum der Kirchengemeinde Ochtendung und der Diözese Trier, wird aber von den Familien des Emminger Hofes betreut und in Ordnung gehalten. Mit seinem Flügelhorn konnte Dr. Georg Bernhard noch die hervorragende Akustik der Kapelle unterstreichen.

Vor der Kapelle befindet sich ein Gedenkstein für die Verstorbenen der Familie von Heddesdorf. Die Gräber befinden sich auf dem Ochtendunger Friedhof.

Schließlich erklärte Hermann Peters noch die Biogasanlage, die alle Gebäude und Einrichtungen des Hofes mit Wärme versorgt. Der Strom wird ins Netz eingespeist. Neben Mais werden dort auch die anfallenden Abfälle aus den Ställen verarbeitet.

Zum Schluss lud Familie Peters die Besucher noch zu einem Umtrunk und Imbiss in die herbstlich hergerichtete Scheune ein, bei dem die Geschichte des Hofes noch vertieft werden konnte und auch die sonstigen Gespräche nicht zu kurz kamen. Zum Abschluss gab Dr. Georg Bernhard im Hof noch ein Ständchen.

In der aufgestellten Spendenbox kam ein stattlicher Betrag zusammen, der der Familie Peters für den Erhalt der Kapelle übergeben werden wird.

Der Gedenkstein für die Verstorbenen der Familie von Heddesdorf. Foto: privat

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