Heimat- und Verschönerungsverein Buschhoven unterstützt Kirchbauverein
Scheck zur Sanierung der Kirche
Swisttal-Buschhoven. 190.000 Euro muss der Kirchbauverein mittelfristig aufbringen, damit die Sanierungsarbeiten an der Versöhnungskirche wie gewünscht – und baufachlich notwendig – weitergehen können. Allerdings, ab Samstag sind es nur noch 189.500 Euro, wie Lothar Kirschbaum, Vorsitzender des Kirchbauvereins, dankbar feststellen konnte.
Soeben hatte ihm der Vorstand des Buschhovener Heimat- und Verschönerungsvereins (HVV) einen Scheck über 500 Euro überreicht, dessen Betrag in die Sanierungsmittel einfließen soll. „Seit 30 Jahren engagiert sich der Kirchbauverein um den Erhalt der Versöhnungskirche“, so die Vorsitzende des HVV, Renate Wolbring, „wir wollen als Bürger dieses Ortes dazu beitragen, dass nach der erfolgreichen Restaurierung der Korfmacherorgel in den Jahren 2001-2002 nun auch die Mammutaufgabe Sanierung der gesamten alten Dorfkirche gelingt.“ Es gäbe ja auch Stimmen, so Wolbring, die wegen der hohen Kosten der Sanierung sich für den Abriss der Kirche aussprächen, aber die Versöhnungskirche stehe doch – auch als ehemalige katholische Pfarrkirche – für die Geschichte Buschhovens. Die Spende des HVV möge auch dazu anregen, dass sich noch viele Portemonnaies in Buschhoven öffnen und die Spenden fließen.
Es werden noch 1,2 bis 2 Millionen Euro benötigt
In seinem Dank für den Scheck wies Kirschbaum darauf hin, dass insgesamt wohl Mittel in Höhe von 1,2 bis 2 Millionen Euro erforderlich seien. Die große Differenz zwischen diesen beiden Zahlen ergäbe sich aus den baufachlichen Anforderungen bei der Sanierung der Stuckdecke, hier sei noch nicht entschieden, wie diese Sanierung erfolgen könne.
Zur Zeit werden gerade 120.000 Euro verbaut, davon kommen 35.000 Euro vom Denkmalschutz der Bezirksregierung Köln, 35.000 Euro von der evangelischen Gemeinde und 80.000 Euro vom Kirchbauverein.
„Damit sind unsere finanziellen Mittel erst einmal erschöpft“, so Kirschbaum. In Aussicht steht aber eine Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 60.000 Euro, die allerdings bedingt, dass weitere Eigenmittel aufgebracht werden.
Die Alternative wäre die Schließung
Die Sanierung müsse aber weitergeführt werden, die Alternative wäre die Schließung der Kirche wegen der Instabilität der Statik. „Unser Ziel ist es, dass die Kirche offen bleibt und weiter genutzt werden kann für die Gottesdienste, für Hochzeiten, Taufen und Konfirmationen. Unsere 1723 erbaute Kirche ist zusammen mit dem Melanchthonhaus ein lebendiges Gemeindezentrum, und so soll es auch bleiben.
Jede Spende hilft, für jeden Euro sind wir dankbar“. Auch Pfarrer Ernst Edelmann dankte dem HVV für die Spende. „Wenn man den Mut hat anzufangen, dann geht es auch ständig weiter“, philosophierte der Pfarrer. Rund 900 evangelische Gemeindemitglieder gehören in Buschhoven zum Bereich der Versöhnungskirche, dazu kommen noch rund 400 Gemeindemitglieder aus Morenhoven und Hohn.
Noch trägt ein stabiles Holzgerüst die schwere Dachkonstruktion.
