Allgemeine Berichte | 02.01.2018

Riedener Geschäftsleute waren verärgert über „sinnlose Sperrung“ der K 19 vor und während der Feiertage

Schildbürgerstreich in Rieden?

Offiziell mussten die Autofahrer, die zwischen Weihnachten und Neujahr nach Rieden wollten, eine Umleitung über Weibern in Kauf nehmen.FRE

Rieden. Bereits am 20. November 2017 wurde wegen geplanter Straßenbauarbeiten die K19 für die Verkehrsteilnehmer, die aus Wehr oder Weibern kommend in Richtung Rieden fahren wollten, in beiden Fahrtrichtungen mit dem Hinweis „Anlieger frei“ gesperrt. Die Baumaßnahme sollte ursprünglich innerhalb von drei Wochen erledigt sein. Während der Weihnachtsfeiertage wandten sich einige aufgebrachte Riedener Geschäftsleute an “Blick aktuell“ und machten ihrem Ärger Luft. „Die Arbeiten waren so weit fortgeschritten, dass nur noch die Teerdecke fehlte. Offensichtlich konnte von den verantwortlichen Planern niemand damit rechnen, dass nun der Wintereinbruch dazwischen kam“, so ein Riedener Geschäftsmann, der in einem Schreiben an Blick aktuell weiter darauf hinwies: „Als es noch warm genug war, standen der Baufirma keine entsprechenden Maschinen zur Verfügung. Das größte Problem ist aber die völlig unnötige und teilweise fehlerhafte Umleitungs-Beschilderung. Dadurch meiden viele Autofahrer unseren Ort, darunter leidet wiederum der gesamte Einzelhandel. Wir haben tägliche Umsatzeinbußen durch die Baustelle, die nunmehr voraussichtlich erst im März 2018 fertiggestellt wird.“ Das Landesamt Mobilität, beziehungsweise die Straßenmeister sollten zumindest die irreführende und zum Teil unnötige Beschilderung korrigieren, forderten die Riedener Unternehmer.

Offensichtlich sind inzwischen einige beherzte Bürger selber zur Tat geschritten und haben das Problem gelöst. Denn als “Blick aktuell“ sich am Vormittag des 31. Dezember ein Bild von der Beschilderung machen wollte, war die Straßensperrung halbseitig entfernt worden, sodass die K19 von und nach Rieden von vielen Autofahrern genutzt wurde. Während die K19 ca. 5 - 6 cm abgefräst worden war, mussten die Autofahrer um die noch hochstehenden Gullideckel herum fahren.

Großes Verständnis für den Unmut

Im Gespräch mit Ortsbürgermeister Andreas Doll, der nach eigener Aussage unmittelbar nach Weihnachten ein Schreiben an den LBM mit Kopie an Landrat Dr. Alexander Saftig geschickt hatte, jedoch bis zum 30. Dezember noch keine Antwort erhielt, zeigte großes Verständnis für den Zorn der Riedener Bürger.

Auch er konnte nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet am 23. Dezember um 19.30 Uhr die komplette Sperrung der K19 durch eine ausführende Fremdfirma erfolgte, nachdem die Sperrung zuvor für etwa 14 Tage beiseite gestellt worden war.

Doll sprach in diesem Zusammenhang von einem weiteren Vorfall, der wie ein Schildbürgerstreich anmutete. So habe man vor einiger Zeit die Sackgasse „Geisenberg“ in Rieden komplett gesperrt, obwohl auch hier kein erkennbarer Grund vorlag. „Die Anlieger konnten ihre Häuser nicht mit dem Auto erreichen und auch die Müllabfuhr konnte ihre Arbeit nicht erledigen, sodass hier eine Woche lang kein Müll abgeholt wurde“, so Ortsbürgermeister Andreas Doll. Übrigens hatten auch im Fall „Geisenberg“ einige Anwohner das Problem schnell und unbürokratisch gelöst.“

Offensichtlich hatten einige beherzte Bürger die Totalsperrung der K19 nach Rieden zum Teil beseitigt, sodass die Fahrbahn am 31. Dezember in beide Richtungen genutzt wurde.

Offensichtlich hatten einige beherzte Bürger die Totalsperrung der K19 nach Rieden zum Teil beseitigt, sodass die Fahrbahn am 31. Dezember in beide Richtungen genutzt wurde.

Offiziell mussten die Autofahrer, die zwischen Weihnachten und Neujahr nach Rieden wollten, eine Umleitung über Weibern in Kauf nehmen.Fotos: FRE

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