Allgemeine Berichte | 05.01.2017

Versorgung nur dank vieler Unterstützer möglich

Schnurrende Sorgenkinder liegen Tierschützern besonders am Herzen

Räuber gefällt es auf seiner Pflegestelle in Melsbach ausgesprochen gut. Die wäre über ein wenig Unterstützung bei der Versorgung sehr glücklich. Privat

Neuwied. Den Tierschützern der Katzenhilfe Neuwied liegen ohne Zweifel alle ihre Schützlinge am Herzen. Doch für eine Gruppe von Tieren gilt das noch ein wenig mehr als für die anderen: Immer häufiger landen Katzen in der Obhut des Vereins, die so alt oder krank sind, dass sie kaum eine Chance haben ein „richtiges“ Zuhause zu finden. Für die Katzenschützer bleibt dann oft nur ein Weg: Sie suchen sogenannte Dauerpflegeplätze bei Menschen, die bereit sind, sich der besonderen Herausforderung zu stellen, die ein altes und/oder krankes Tier mit sich bringt. Die Kosten für die Sorgenkinder trägt – manchmal teilweise, manchmal vollständig - der Verein. Doch einfach ist die Versorgung gerade dieser Tiere nicht, denn sie stellen die Tierschützer nicht nur vor finanzielle, sondern oft auch vor logistische Herausforderungen. „Der wichtigste Gedanke ist natürlich, dass gerade diese Tiere ihre letzten Monate oder Jahre nicht in einem Tierheim verbringen sollen“, erklärt Ingrid Haberscheidt, die stellvertretende Vorsitzende der Katzenhilfe Neuwied, die Situation. Doch wer ist schon bereit, ein Tier bei sich aufzunehmen, wenn er weiß, dass er es womöglich bald schon wieder verlieren wird – und dass bis dahin unüberschaubar hohe Tierarztkosten auf ihn zukommen können? Bei der Katzenhilfe läuft deshalb bei jedem einzelnen Tier, dessen reguläre Vermittlungschancen als eher schlecht eingeschätzt werden, eine regelrechte Maschinerie an. „Zunächst muss ein Platz gefunden werden, der auch wirklich passt. Denn gerade ältere oder kranke Tiere haben oft ganz besondere Ansprüche an Ruhe und Pflege.“ Ist der richtige Platz gefunden, muss in jedem Einzelfall genau geschaut werden, wie viel und welche Unterstützung notwendig ist, damit die Gemeinschaft hält. Das reicht von der Rundumversorgung bis zur reinen Übernahme von Behandlungskosten. Doch ohne ein ganzes Netz an ehrenamtlicher Hilfe geht es nicht. „Deshalb suchen wir auch nicht nur nach Menschen, die bereit sind, eine solche Katze bei sich aufzunehmen“, erklärt Ingrid Haberscheidt. „Wir brauchen auch Leute, die diese Tiere bei Bedarf zum Arzt fahren, die Pflegestellen regelmäßig versorgen oder auch mal eine Urlaubsvertretung übernehmen.“ Zurzeit sucht der Verein zum Beispiel dringend nach Menschen, die sich an der Versorgung eines Diabetes-kranken Katers beteiligen können. „Räuber muss zweimal pro Tag pünktlich seine Spritze bekommen. Das schränkt seine Pflegefamilie natürlich enorm ein. Jemand, der hin und wieder einspringen könnte, wäre eine enorme Entlastung.“ Aber auch eine rein finanzielle Unterstützung ist möglich und bitternötig, denn gerade bei diesen Tieren muss der Verein, der fast völlig ohne öffentliche Förderung auskommen muss, viel investieren. Deshalb gibt es Patenschaften für einzelne Katzen, mit denen Tierfreunde sich an der materiellen Versorgung „ihres“ Schützlings beteiligen können. Doch auch wenn die Unterbringung der „Sorgenkinder“ in vielfacher Hinsicht eine ganz besondere Herausforderung für die Ehrenamtlichen des Vereins ist, sie ist den Katzenschützern auch eine Herzensangelegenheit. „Gerade diese alten oder kranken Tiere sind ja oft sehr ausgeprägte Persönlichkeiten, die trotz ihres schweren Schicksals dankbar für jede kleine Zuwendung sind. Und selbst wenn die Tiere aufgrund ihrer Erfahrungen wenig zugänglich sind, machen wir immer wieder die Erfahrung, dass selbst scheinbar hoffnungslose Fälle bei liebevoller Pflege Misstrauen und sogar Krankheiten überwinden können und noch viele Jahre glücklich bei ihren neuen Menschen leben.“ Wer die Katzenhilfe Neuwied bei der Versorgung ihrer „Sorgenkinder“ unterstützen will, kann sich an Ingrid Haberscheidt wenden: Tel. (01 57) 52 68 76 61.

Räuber gefällt es auf seiner Pflegestelle in Melsbach ausgesprochen gut. Die wäre über ein wenig Unterstützung bei der Versorgung sehr glücklich. Foto: Privat

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