Stadtteil Spieß feierte traditionelle Martini-Kirmes
Schönes Brauchtum wird gepflegt
Bad Ems. „Glühweinwetter war es nun wirklich nicht“, lacht Dirk Beckenbach, Vorsitzender des Spießer Martini Kirmes Vereins. Ungewöhnlich warm war es an dem Wochenende, an dem der Stadtteil Spieß traditionell seine Kirmes feiert. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch - im Gegenteil. Gut gefüllt blieb der Kirmesplatz am Samstagabend noch Stunden nach dem Lampionumzug. Dieser hatte übrigens seinem Namen als einer der größten im Rhein-Lahn-Kreis, wieder alle Ehre gemacht. Nachdem die aktuelle Auflage der Spießer Martini Kirmes bereits am Freitag mit einem Dartturnier im Festzelt begann, fiel am Samstagnachmittag auch der offizielle Startschuss. Nach dem Aufstellen des Kirmesbaums eröffnete Stadtbürgermeister Berny Abt die Traditionskirmes im Stadtteil Spieß mit dem Fassanstich. Mit der Handkante (!) gelang der Fassanstich beim ersten Schlag. Ab 17.30 Uhr zog der Lampionumzug durch den östlichen Stadtteil der Kurstadt - Hunderte waren dem Ruf mit meist selbstgebastelten Laternen und auch Fackeln gefolgt. Nach dem Umzug boten die bengalische Beleuchtung der Bäderley, das Martinsfeuer auf der Lahn und nicht zuletzt das erstmals aus dem Hang und von der Brücke abgeschossene Feuerwerk tolle Eindrücke. Nach dem Applaus zog die Menge wieder auf den Festplatz, wo im Festzelt die begehrten Martinstüten auf die Kinder warteten.
Auch der Sonntag lockte dann noch einmal bei Temperaturen knapp an der 20 Grad - Grenze zum Kirmesbesuch.
/ Willi Willig
Lampionumzug: Hunderte zogen mit selbst gebastelten Laternen und auch Fackeln durch die Straßen.
