Allgemeine Berichte | 23.11.2021, 10:52 Uhr

Kulturförderverein KuKiWa

Schüler-Buchprojekt vorgestellt

Der neue KuKiWa-Vorstand. Foto: Bärbel Schado
37

Wachtberg. Auch wenn die Planung, das Zusammenschweißen und die Einweihung des „Godart von Wachtberg“-Drachen auf dem Kreisel am Wachtberger Einkaufszentrum sowie die Verleihung des Wachtberger Kulturpreises an die vielen ehrenamtlich in den Bücherstuben des Bücherreihverbundes Engagierten ganz außerordentliche Ereignisse der Jahre 2019 und 2020 waren, zu denen jetzt die Mitgliederversammlung des Kulturfördervereins KuKiWa in Anwesenheit von Bürgermeister Jörg Schmidt tagte: der heimliche Star des Abends in der Berkumer Aula war das Buchprojekt „Wachtberg – wie geht das?“. Bevor der Vorsitzende des „Fördervereins für Kunst und Kultur“, Alfred Schneider, den zwei Dutzend weiträumig platzierten Vereinsmitgliedern den Stand des ehrgeizigen Buchprojekt erläuterte und ankündigte, in den kommenden Wochen weitere Sponsoren für dieses „Lehrbuch“ suchen zu wollen, zog er Bilanz: in 2019 und 2020 verzeichnete der Verein rund 15.000 Euro an Mitgliederbeiträgen (bei knapp über 300 Mitgliedern), über 3.000 Euro an Spenden sowie über 7.000 Euro an Einnahmen aus dem Wachtberg-Kalender, dessen Reingewinn wie alle anderen Einnahmen der Kulturarbeit in Wachtberg zugeführt werden.

Damit steuert KuKiWa einen erheblichen Anteil zum kulturellen Leben in Wachtberg bei, auch wenn die Zahl der Förderanträge aus anderen Vereinen und von einzelnen Künstlern und Künstlergruppen rückläufig war – auch schon vor Corona. KuKiWa habe deshalb mit eigenen Angeboten und Projekten zusätzliche Akzente gesetzt – beispielsweise mit der unter der Regie des Pecher Künstlers Willi Reiche von Schülern der Berkumer Hans-Dietrich-Genscher-Schule geschaffenen Drachenskulptur, die der Verein zum 50. Geburtstag der Gemeinde Wachtberg „auf Kiel“ gelegt hatte. Nicht allein, dass die Einweihung mit der von dem Historiker Dr. Norbert Kühn gehaltenen Festrede zu einem kleinen Volksfest mit hunderten spontan zusammengekommenen Drachenfreunden geriet, mehr noch fühlte sich der Verein durch ein Statement eines jungen syrischen Schülers in seinem Anliegen, gerade auch der Jugend in der Kunst- und Kulturarbeit eine (auch neue) Heimat zu geben. Für Achmed Allali, einer der Hauptakteure beim „Bau“ des tonnenschweren Lindwurms, den sich die Gemeinde zum Wappen erkoren hatte, wurde dieses Projekt zu einem wertvollen, positiven Schlüsselerlebnis in seinem Leben, zu einem Beispiel dafür, dass etwas klappen kann, wenn man sich voll einbringt.

Diese Erfahrung haben alle an dem Projekt Beteiligten mitgenommen: die sägenden, flexenden und schweißenden Schüler Ahmed Alali, Jelle Bollebacker, Daniel Drach, René Gottschling, Julia Kaspers, Kai Flemmer und Dominik Ziebach, ferner Max und Paul Schneider, dazu der Künstler, die ihn gestaltend begleitende „Präsentatorin“ Tania Beilfuß, die den Godart insbesondere auch in der digitalen Welt beheimatet hat, sowie das KuKiWa-Team. Und natürlich auch die Sponsoren, die das Projekt mit erheblichen Material- und Geldspenden unterstützt hatten. Gleiches gilt im Übrigen auch für die jährliche Arbeit des Wachtbergkalenders, der in enger Zusammenarbeit mit Fotografinnen und Fotografen entsteht. Bei der Präsentation des Kalenders für 2020 „Versteckte Schätze“ – aktuell insbesondere im Rathaus und in Banken erhältlich, und dem Bürgermeister an diesem Abend überreicht - entstand im kreativen Zusammenwirken das „Auftrags“- Motto für den im kommenden Jahr entstehenden Kalender „Bewegtes Wachtberg“.

Aber auch andere Projekte, wie das regelmäßige Jugendkonzert auf Burg Adendorf, wird der Verein, so Schneider, wieder anpacken, wenn die Pandemie es erlaubt. Dazu gehört auch die Verleihung des Wachtberger Kulturpreises, bei der zuletzt die ehrenamtlichen Helfer der Wachtberger neun Bibliotheken u.a. vom Festredner Staatssekretär a.D. Dr. Georg Schütte gewürdigt wurden, musikalisch eingerahmt vom Kinderchor der Grundschule Berkum unter Leitung von Jutta Rau und begleitet von einer bezaubernden Tanzvorführung des Tanzstudios von Patrizia von Düsterlho-Bauß.

Derzeit konzentriert sich das KuKiWa-Team auf das Buchprojekt, für das bereits 10.000 Euro an den Bachem-Verlag geflossen sind und für das der Verein jetzt auch mit einem Flyer um weitere Sponsoren werben will. Das Konzept entstand unter Einbindung der Wachtberger Schulen und wird vom Verein, dem Verlag und der Gemeinde – namentlich durch die Pressesprecherin der Gemeinde, Margrit Märtens, umgesetzt. Es zielt insbesondere auf eine moderne Heimatkunde im besten Sinne für die Dritt- bis Fünftklässler. Es wird aber auch der Erwachsenenwelt zahlreiche vertiefte Einblicke in unser Wachtberg geben, wie wir es heute erleben und wie es geworden ist.

Nach der Entlastung des Vorstands wurde das gesamte Team von der Versammlung in seinen Aufgaben bestätigt mit einer Ausnahme: Heiner Pilger, ein KuKiWa-Mann der ersten Stunde, verabschiedete sich nach unzähligen Stunden Arbeit im KuKiWa-Vorstand. Schneider würdigte ihn als unermüdlichen, so konstruktiv wie eigenwilligen Ideengeber, der immer mit angepackt habe, ohne dass man dazu hätte bitten müssen.

Dem Team gehören jetzt an: Alfred Schneider (Vorsitzender), Dr. Nicole Wagner und Robert Hein (Stellvertretende Vorsitzende), Christa von Düsterlho (Geschäftsführerin), Bernd-Jürgen Seitz (Schatzmeister), Anneliese Boley (Schriftführerin) und als Beisitzerinnen/Beisitzer Sabine Laurenzi, Gabriela von Loë, Ulf Hausmanns, Dr. Uwe Neyer, Klaus Schadow und Werner Taller. (U.H./KuKiWa)

Der neue KuKiWa-Vorstand. Foto: Bärbel Schado

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Markus Wolf (von links, Staatssekretär Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr), David Langner (Oberbürgermeister Stadt Koblenz), Ralf Hellrich (Hauptgeschäftsführer HWK Koblenz), Uwe Diederichs-Seidel (Lotsenstelle für alternative Antriebe RLP), die hier vor einer vollelektrischen Kehrmaschine der Stadt Koblenz stehen, gehörten zu den Rednern der Tagung in der Rhein-Mosel-Stadt.
1

Unternehmen und Kommunen streben zunehmend die Elektrifizierung ihrer Fuhrparks an, um umweltfreundlicher und wirtschaftlich tragfähig zu agieren. Bei einer Fachveranstaltung in Koblenz, organisiert vom Klimabeirat der Stadt Koblenz und weiteren Partnern, wurden diese Themen intensiv diskutiert. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Station „Riesenvogel-Nest“ (von links) Stadtmarketing-Chefin Julia Kloos-Wieland, Naturpark Rhein-Westerwald--Geschäftsführerin Irmgard Schröer, Naturpark-Vorsitzende Isabelle Fürstin zu Wied, Lena Höver (Sachbearbeiterin „Tourismus“ im Amt für Stadtmarketing) und Oberbürgermeister Jan Einig.
0

Wie klingt der Wald? Wie weit springen seine Tiere? Und welche Spuren haben die Römer hinterlassen? Auf dem neugestalteten Walderlebnisweg am Limes-Kastell lassen sich diese Fragen auf spielerische Weise erkunden. Mit Unterstützung des „Naturparks Rhein-Westerwald“ und des Landes Rheinland-Pfalz wurde aus dem bisherigen Waldlehrpfad auf dem Wanderweg NR2 eine abwechslungsreiche Entdeckertour. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Stellenanzeige Personalreferent
13. Koblenzer Patiententag 2026
Bratapfelsonntag
Pflegefachkraft  in der Tagespflege gesucht
125-jähriges Jubiläum - Aktionsanzeige
Martinsmarkt Adenau
Martinsmarkt der regionalen Genüsse
Weitere Artikel
Symbolbild
6161

A61 ab November mit Einschränkungen

Ab dem 09.11.: Einspurige A61 - Fahrzeit einplanen

Sinzig. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes plant umfangreiche Gehölzpflegearbeiten auf der A61 zwischen dem Autobahndreieck Sinzig und der Anschlussstelle Niederzissen in Richtung Koblenz/Ludwigshafen.

Weiterlesen