Allgemeine Berichte | 28.07.2023

Abschlussklassenfahrt der Grundschule Bodelschwingh in Bendorf mit Upcycling-Projekt

Schüler bauen Hochbeete und gestalten eigene Holzschilder

Jeder Schüler gestaltete ein individuelles Holzschild, dass an den Beeten angebracht wurde. Foto: Grundschule Bodelschwingh Bendorf

Bendorf. Ihre Abschlussfahrt führte die Klassen 4b und 4c der Grundschule Bodelschwingh aus Bendorf in die Kinder- und Jugendbildungsstätte der Pallottiner „Haus Wasserburg“ in Vallendar. Auf der dreitägigen Schulfahrt erwartete die Schülerinnen und Schüler ein vielfältiges Programm mit erlebnispädagogischen Spielen, der Möglichkeit zur kreativen (Selbst-) Verwirklichung, besinnlichen Angeboten, einem handwerklichen Gemeinschaftsprojekt und natürlich auch Zeit zur freien Verfügung. In diesem Sinne begann die Klassenfahrt nach der Ankunft in Vallendar mit der „Seid ihr die coolsten Klassen aller Zeiten?“-Challenge des guten Hausgeistes Vini. Dieser ist angelehnt an Vinzenz Pallotti, der die Gemeinschaft der Pallottiner 1835 gründete.

Dabei waren die Kinder dazu herausgefordert, in Kleingruppen große Murmelbahnen aus Naturmaterialien im angrenzenden Wald zu bauen. Ein Tennisball diente dabei als Murmel. Das Ziel war hier, dass alle Murmelbahnen gemeinsam eine Gesamtlänge von 100 Fuß erreichen sollte. Dies konnten die Lernenden mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Klassenlehrkräfte Annika Matheis und Nick Kleßen sogar übertreffen und somit erhielten sie die Belohnung in Form von Party-Knicklichtern für die Klassenstufendisco, welche am nächsten Abend stattfinden sollte. Glücklich, aber mit nassen Füßen vom nahen Bach, wurden die Klassen nach der Rückkehr und einem stärkenden Mittagessen durch die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses begrüßt und es schlossen sich diverse Kennenlernspiele, eine ausführliche Hausführung, das Beziehen der Zimmer sowie Freizeit und das Abendessen an. Abgerundet wurde der ereignisreiche Tag durch das gemeinsame Entfachen eines Lagefeuers mit der Zubereitung von Stockbrot, einer sich anschließenden Nachtwanderung mit Vertrauensübung sowie dem Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte. Letztgenannte führte jedoch, so wird berichtet, nicht unbedingt zur Müdigkeit aller Schülerinnen und Schüler, sodass es für einige eine lange und aufregende erste Nacht wurde. Am zweiten Tag der Klassenreise stand handwerkliches und kreatives Tun im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten. Unter der Anleitung von Jörg A. Gattwinkel SAC und Team errichteten die Schülerinnen und Schüler klassenweise zwei Hochbeete. Hierbei wurden - ganz nach der Idee des „Upcyclings“ sowie der Bildung für nachhaltige Entwicklung - vor allem ausgediente Balkondielen genutzt und die Kinder übten sich im Ausmessen, Sägen, Abschleifen, Schrauben und dem Anbringen von Hasendraht sowie Folie.

Auch an dieser Stelle wurde allen Beteiligten deutlich, wie wichtig das Einbringen eigener Stärken, aber auch die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung aller ist, um am Ende ein tolles Ergebnis zu erhalten. Anschließend gestaltete jedes Kind mit Acrylfarben und viel Fantasie ein individuelles Holzschild, welches später an die Hochbeete geschraubt werden sollte. Dabei entstanden die unterschiedlichsten Motive - vom Graffitischriftzug über Comicabbildungen bis hin zu abstrakter Kunst. Aufgelockert wurde auch dieser Tag durch Kooperationsspiele, gemeinsame Mahlzeiten, (ent-)spannende Freizeitangebote und die abendliche Klassenstufendisco, bei der zu einer gemeinsam erstellen Party-Playlist nach Herzenslust getanzt, gesungen und gelacht wurde. Am dritten und letzten Tag erfolgte im Rahmen einer besinnlichen Einheit die Reflexion des Upcycling-Projekts. „Ich finde toll, dass wir in der gemeinsamen Zeit hier noch einmal richtig zusammen(-)gewachsen sind - so wie die Pflanzen zukünftig in unseren Hochbeeten“, fasste eine Schülerin die Überlegungen dazu treffend zusammen. Nach einigen weiteren Spielen, dem Aufräumen der Zimmer, dem Packen der Koffer und einem letzten gemeinsamen Mittagessen stand dann schon wieder die Heimreise an. Dabei wurden auch die gebauten Hochbeete verladen und auf den Schulhof der Bodelschwingh-Schule gebracht. Dort stehen diese nun und sollen in Zukunft von der schuleigenen Garten-AG gehegt und gepflegt werden. Dabei hat diese „zur richtigen Beschilderung“ auch Kräuterstecker aus Ton zur Verfügung, welche die Klasse 4c zuvor mit der ehemaligen Lehrkraft und Töpferexpertin Christiane Groos in einem weiteren Kreativprojekt herstellten. „Es ist toll, dass wir uns mit diesen Hochbeeten auf dem Schulhof verewigt haben. Dadurch bleibt etwas von uns hier, auch wenn wir bald nicht mehr hier sind und auf die weiterführende Schule gehen. Außerdem ist es eine tolle und bleibende Erinnerung an unsere Klassenfahrt“, erklärte einer der Schüler tags darauf einem Elternteil die neue Pausenhofgestaltung. Ein besonderer Dank gilt allen Mithelfenden sowie den Materialspenderinnen und -spendern, welche dieses Projekt ermöglicht haben.

Pressemitteilung der

Grundschule Bodelschwingh

Die Schüler errichteten klassenweise Hochbeete.

Die Schüler errichteten klassenweise Hochbeete.

Jeder Schüler gestaltete ein individuelles Holzschild, dass an den Beeten angebracht wurde. Foto: Grundschule Bodelschwingh Bendorf

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