Schülerfahrt Verdun Frieden
Schüler besuchen erstmals „Des Flammes à la Lumière“
aus Rheinbach
Rheinbach. Der Verein „Partnerschaft des Friedens Rheinbach / Douaumont-Vaux“ fährt jährlich zwei oder dreimal mit Schülern für 2 Tage mit dem Bus in die Region Verdun. Im Juli besuchten 45 Schüler vom Städtischen Gymnasium Rheinbach, begleitet von ihren Lehrkräften, das wohl bekannteste Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges. Stefan Raetz, der Vorsitzende des Vereins und stets Begleiter der Fahrten: „Beim Besuch des Beinhauses von Douaumont mit den Gebeinen von 130.000 Soldaten wird jedem Schüler sichtbar bewusst was ein hohes Gut Frieden und Völkerverständigung sind.“ An den 16.000 Kreuzen auf dem Nationalfriedhof erarbeiteten die Schüler fiktive Biografien der Gefallenen.
Höhepunkt der diesjährigen Sommerfahrt war der abendliche Besuch der größten Open-Air-Aufführung zur Schlacht von Verdun. In einem Steinbruch wird nach Einbruch der Dunkelheit mit 200 Komparsen, 900 Kostümen und 1000 Projektoren die Schlacht von Verdun dargestellt. Ein Spektakel, das unter die Haut geht. Stefan Raetz: „Das Positive ist, dass alles in der heutigen europäischen Einheit und der Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland endet.“
Für 2027 ist der Besuch erneut im Juli geplant, sowohl mit Schülern als auch gesondert mit einer Bürgerfahrt. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass das Erlebte weitergetragen muss, um das friedliche Miteinander in Europa zu stärken und alles dafür zu tun, dass Hass, Intoleranz und Feindschaft keinen Platz erhalten. Stefan Raetz: „Die Vergangenheit verpflichtet uns heute das Richtige zu tun.“
Vor dem Beinhaus an der Plakette Mitterrand - Kohl Foto: Stefan Raetz
Des Flammes à la Lumière Foto: Stefan Raetz
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Nationalfriedhof und Beinhaus von Douaumont Foto: Stefan Raetz