Allgemeine Berichte | 24.07.2019

Inklusive Segelfreizeit vor der Küste der Niederlande

Schüler und Menschen mit Beeinträchtigung waren auf Tour

Auch im nächsten Jahr soll dieses gemeinsame Projekt wieder organisiert werden

Bei der inklusive Segelfreizeit hatten alle Teilnehmer viel Spaß.Foto: privat

Niederfell. „Nächstes Jahr fahre ich wieder mit“, ist sich die 74-jährige Hannelore Bowe sicher. Zusammen mit zehn anderen Bewohnern des Herz-Jesu-Hauses Kühr und acht Schülern des Bischöflichen Cusanus-Gymnasiums in Koblenz hat sie an der inklusiven Segelfreizeit vor der Küste der Niederlande teilgenommen.

Nachdem eine Fahrt dieser Art im vergangenen Jahr zum ersten Mal als Pilotprojekt stattgefunden hat, fanden sich auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von Schülern des Koblenzer Gymnasiums und Menschen mit Beeinträchtigung. Fünf Tage verbrachte die bunt gemischte Gruppe auf dem Segelschiff, um ein „Abenteuer“ zu erleben, das sie weit vom Alltag entführt und Inklusion lebendig werden lässt.

An Bord schlafen, kochen, beim Segeln tatkräftig anpacken – alles in gut gelaunter Gemeinschaft, wo jeder jedem hilft und alles so selbstverständlich ist, als gäbe es die Unterschiede nicht, die den Alltag von Menschen mit Beeinträchtigung oft von anderen trennen. Auf See genießen alle diese Gemeinsamkeiten – und profitieren davon. Die Oberstufenschüler stehen wie selbstverständlich unterstützend zur Seite und übernehmen Verantwortung, wo immer sie gebraucht werden. Belohnt werden sie immer wieder von der Spontanität und der guten Laune der Teilnehmender aus Kühr. Diese bringen ihre Dankbarkeit und Freude erfrischend offen zum Ausdruck.

Der niederländische Skipper Jaap Gomez unterstützt das Konzept aus Überzeugung: „Das müsste viel öfter gemacht werden. Die Zeit hier ist so wertvoll, es macht allen so viel Spaß.“ Bereits seit 20 Jahren organisiert er gemeinsam mit André Gilles, Lehrer des Cusanus-Gymnasium, Segeltörns. Auch Marita Noll-Trapp, Mitarbeiterin des Herz-Jesu-Hauses Kühr, hat die Reise schon im Vorjahr begleitet und ist sich sicher: „Unsere Bewohner gewinnen hier so viel Selbstvertrauen und lernen mehr Selbstständigkeit. So gelingt Integration ganz selbstverständlich und mit viel Freude für alle Beteiligten.“

Beide Betreuer blicken schon jetzt, kurz nach dieser erneut sehr erfolgreich verlaufenen Fahrt, in Richtung des nächsten Jahres. Auch 2020 möchten sie die integrative Segelfreizeit wieder gemeinsam organisieren. Die ersten beiden Törns wurden mit finanzieller Unterstützung der Volksbank Koblenz Mittelrhein und der Lottogesellschaft Rheinland-Pfalz ermöglicht – nun bleibt zu hoffen, dass sich auch in Zukunft Förderer für dieses lohnenswerte Projekt finden.

Bei der inklusive Segelfreizeit hatten alle Teilnehmer viel Spaß.Foto: privat

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