Allgemeine Berichte | 09.07.2019

Robert-Koch-Schule Linz

Schüleraustausch mit der Changqing Nr. 1 High School Wuhan, China

Die Linzer Schüler mit ihren Gastgebern in China.Fotos: privat

Linz. Was in Remagen an der Realschule plus 2016 über Tausende von Kilometern mit der Unterzeichnung eines Memorandums begann und 2017 und 2018 durch einen deutsch-chinesischen Schüleraustausch in die Tat umgesetzt wurde, setzte sich nach der Auflösung der Realschule plus Remagen Anfang April mit einem ersten offiziellen Schüleraustausch der Robert-Koch-Schule in Linz/Rh. fort.

Zehn Schüler/innen und drei Lehrerinnen der Robert-Koch-Schule flogen vor Kurzem nach Peking. Dort besichtigten sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie den Platz des Himmlischen Friedens, die Verbotene Stadt, wanderten durch das Olympiazentrum und fuhren mit einer Seilbahn auf die Große Mauer.

Zwei Stunden dauerte der nächste Flug. Das Ziel: Wuhan, im Südosten Chinas - eine sogenannte Mega City mit offiziell 10 Millionen Einwohnern.

Hier wohnten die Schüler/innen die nächsten neun Tage in chinesischen Gastfamilien. Sie lernten die große Gastfreundschaft der Chinesen kennen, gingen jeden Tag mit ihrem chinesischen Austauschschüler in die Schule und nahmen am dortigen Unterricht teil. Eine große Umstellung für unsere Schüler/innen, denn der Schulalltag dauert von 8 Uhr bis 17 Uhr, einmal in der Woche sogar bis 20 Uhr. Hausaufgaben nach dem Unterricht anzufertigen, wird dort genauso gefordert, wie bei uns. In die Klassen 10 bis 12 der Eliteschule „Changqing Nr. 1 High School gehen circa 1000 Schüler/innen. Das Schulleben unterscheidet sich auch in weiteren Aspekten deutlich von unserem. Es sind viel mehr Schüler/innen in den Klassen. Die Mittagspause dauert zwei Stunden. Alle Schüler/innen, Lehrer/innen und das technische Personal nehmen am Essen in der Schulmensa teil.

Neben dem Kennenlernen der völlig anderen Kultur, (Essgewohnheiten, Schrift, Wohnsituation - in einem Wohnblock leben bis zu 20 000 Menschen) hatten die Schüler/innen die Möglichkeit, ihre Englischkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen, vor allem im Bereich der Konversation. Sie konnten frei von Angst Englisch sprechen, immer mit dem Hintergedanken: Der andere ist auch noch nicht so perfekt in der Sprache.

Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten

Das Wiedersehen mit dem Austauschpartner dauerte nicht lange, denn bereits am Ende Mai fand der Gegenaustausch statt.

Die Linzer Schüler/innen ließen es sich nicht nehmen, ihren Austauschpartner/in selbst am Frankfurter Flughafen abzuholen.

Als Erstes stand am nächsten Tag der Empfang beim Bürgermeister Dr. Faust im Linzer Rathaus auf dem Plan, bei dem auch der Verbandsbürgermeister Herr Fischer anwesend war. Zwei musikalische Beiträge der Schulband der Robert-Koch-Schule rahmten diese Feierlichkeiten ein. Die Stadt Linz und die Verbandsgemeine Linz unterstützte diesen Austausch finanziell.

Nachdem Rathaus, Linz, Glasbläserei und Folterkeller besichtigt waren, ging es in die Schulstraße, um Vorbereitungen zu treffen für die traditionelle Abschlussparty der 7. Klassen am Abend, weil diese im nächsten Schuljahr ins Gebäude im Rosengarten wechseln werden.

Die Besichtigung des Werkes Freudenberg in Remagen (mit Zweigniederlassung in China), das sich mit einer großzügigen Spende am Austausch beteiligte, sowie die Besichtigung des Werkes Coppeneur in Windhagen, wo die Schüler/innen die Möglichkeit bekamen, ihre Schokolade selbst zu kreieren, standen als wichtige Programmpunkte auf dem Plan. Als weiterer Sponsor des Austausches seien hier die Fa. POS und die Pauli Stiftung genannt.

Die meisten Aktionen, die die Schüler/innen mit ihren Austauschpartnern/innen unternahmen, fanden gemeinsam in der Großgruppe statt. Sie verstanden sich untereinander sehr gut, es kam zu keinerlei Beschwerden, es war eine insgesamt äußerst harmonische Gruppe, wobei gegenseitige fremdartige Verhaltensweisen zwar belächelt und doch toleriert wurden. Das ist nicht durchaus selbstverständlich.

Diesem Austausch lag ein gemeinsames Projekt zugrunde „Sinn und Nutzen von Handys“. Die chinesischen Schüler hatten in ihren Vorträgen in Wuhan über die „Entwicklung des Smartphones, Sinn und Nutzen“ referiert. Die deutschen Schüler befassten sich in einer Fragebogenaktion in Deutschland und China mit der Nutzung des Smartphones in China und Deutschland und präsentierten die Auswertung den chinesischen Schülern. Frau Schnitzler vom BNE (Bildung nachhaltiger Entwicklung) führte Experimente mit den Schülern durch, in denen sie mit einem Spektran Messgerät die Strahlenbelastung durch Smartphones demonstrierte und nachwies.

Dann mussten die Schüler/innen voneinander Abschied nehmen, was vielen - auf beiden Seiten - sehr schwerfiel. Dank der neuen digitalen Medien wird wohl der Kontakt zueinander nicht so schnell abbrechen. Es war für alle eine Erfahrung fürs Leben.

Im nächsten Jahr startet ein neuer Austausch zwischen der Robert-Koch-Schule Linz und der Changqing No 1 High School Wuhan, China.

Beim Empfang im Rathaus.

Beim Empfang im Rathaus.

Beim Gegenbesuch vor dem Linzer Rathaus.

Beim Gegenbesuch vor dem Linzer Rathaus.

Die Linzer Schüler mit ihren Gastgebern in China.Fotos: privat

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