Girls Day am RheinAhrCampus war mit knapp 70 Schülerinnen gut besucht
Schülerinnen genossen den Workshop-Mix
Ada-Lovelace-Projekt hatte die Schülerinnen der 7. bis 12 Klassen zum Girls Day eingeladen
Remagen. Auf große Resonanz stieß am Donnerstag der Girls Day am Remagener RheinAhrCampus. Knapp 70 Schülerinnen der Klassen 7 bis 12 aus den umliegenden Schulen und erstmalig auch der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr ließen sich in diesem Jahr den Girls Day, der seinen 20. Geburtstag feierte, nicht entgehen. Herzliche Grußworte sprachen die Leiterin des Ada-Lovelace-Projektes, Christiana Hoerster sowie Professorin Martina Brück. Im Anschluss teilten sich die Mädels auf 14 verschiedene Projekte auf.
Da gab es die faszinierende Welt der kleinen Dinge unter dem Rasterelektronenmikroskop zu untersuchen, da schauten die Mädel per Ultraschall in Dinge hinein oder programmierten Roboter.
Der lief zwar zunächst nicht so ganz geradeaus, aber nach einer kleinen Information klappte es dann doch.
Hochinteressant war für die Schülerinnen auch das moderne Robotiklabor oder das Thema „Spielen und Gewinnen“ mit seinen Wahrscheinlichkeiten.
Geschicklichkeit war beim Löten gefragt, denn im Lötworkshop „Heißer Draht“ löteten die Schülerinnen ein Geschicklichkeitsspiel.
Physik zum Anfassen gab es ebenso wie die Welt des Lasers, in die die Mädels einen Blick riskieren konnten. Mit modernster Technik konnten Bewegungsabläufe visualisiert werden und im Chemie-Workshop, bei dem erstmal Kittel und Schutzbrille Pflicht waren, lernten die Schülerinnen unter anderem die Zusammensetzung und Wirkung von Cremes oder Emulsionen kennen.
So verfolgen der bundesweite Girls Day und das Ada-Lovelace-Projekt die gleichen Ziele: Einblicke in Arbeitsgebiete erlangen, die für Mädchen häufig als untypisch angesehen werden.
Mit einem bunten Workshop-Mix aus verschiedenen Fachbereichen und dem Kontakt zu ProfessorInnen, MitarbeiterInnen und StudentInnen wurde den Mädchen in Kleingruppen die Welt der Mathematik und Technik näher gebracht. Der Girls´Day und das Ada-Lovelace-Projekt verfolgen ähnliche Ziele: mehr Mädchen begeistern für als jungentypisch gesehene Arbeitsgebiete.
Das Ada-Lovelace-Projekt ist ein rheinland-pfälzisches Mentorinnennetzwerk für Frauen in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und wird durch den Europäischen Sozialfond und verschiedene rheinland-pfälzische Länderministerien gefördert. Seit 20 Jahren arbeitet das ALP daran, mehr Mädchen für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge und Berufe zu motivieren, weil das Interesse junger Frauen in diesen Bereichen derzeit eher unterdurchschnittlich ausfällt. Mädchen sollten sich trauen, ihre Begabungen zu nutzen, denn Berufe im MINT-Bereich stehen für Zukunft und Fortschritt und werden verstärkt in der Wirtschaft nachgefragt.
Im Anschluss an die für die Girls hoch interessanten Projektgruppen gab es nach einem gemeinsamen Mittagessen einen kurzen Überblick über die Studiengänge des Fachbereichs Mathematik und Technik am Remagener Rhein-Ahr-Campus, ausführliche Informationen dazu durch Studentinnen.
AB
