Allgemeine Berichte | 13.04.2022

Overberg Grundschule Siershahn

Schülerinnen und Schüler arbeiten und spenden für Flüchtlinge

Die Schülerinnen und Schüler formten ein Peacezeichen auf dem Schulhof. Foto: privat

Siershahn.Der Krieg in der Ukraine ist überall präsent, ob in den Medien oder bei Gesprächen unter Erwachsenen. Da bleibt es nicht aus, dass auch die Kinder mitbekommen, dass es nicht überall so friedlich ist wie momentan in Deutschland und dass es nicht allen Kindern so gut geht wie ihnen.

Aus diesem Bewusstsein ist besonders unter den Viertklässlern der Wunsch entstanden, etwas für die notleidenden und geflüchteten ukrainischen Familien zu tun. Gemeinsam haben die Kinder überlegt, wie sie helfen können und sind auf die Idee gekommen, Geld durch Arbeit zu verdienen und dieses an die geflüchteten Frauen und Kinder zu spenden. Das Team der Overbergschule fand die Idee prima. Es wurde ein Spendenbogen erstellt und die Kinder zogen in der letzten Märzwoche los, um ihre Arbeitskraft gegen Spenden in der Familie, bei Freunden, Nachbarn oder Verwandten anzubieten. Wer keine Hilfe benötigte, war aber auch oft ohne Gegenleistung bereit, Geld zu geben. Stolz brachten die Kinder nach einer Woche ihre Einnahmen mit in die Schule, wo auf dem Schulhof die offizielle Übergabe des Spendenschecks erfolgen konnte. Alle Kinder waren schon sehr gespannt, wie viel Geld sie erarbeitet haben würden. In feierlichem Rahmen eröffnete Frau Letschert die Spendenübergabe. Zunächst konnte sie die Verbandsgemeindebürgermeisterin Frau Marzi begrüßen, die den Spendenscheck für die Organisation „Wirges hilft“ entgegennahm, außerdem waren Frau Arzbach als Schulelternsprecherin sowie Frau Schmidt vom Förderverein zugegen, ohne deren Unterstützung die Aktion so nicht möglich gewesen wäre. Besonders gefreut hat ihnen auch der Besuch von Frau Löffler, der ehemaligen Schulleiterin.

Nach dem passenden Trompetenstück „Final Countdown“ von Nele aus der 4d erklärte Frau Letschert, dass alle aus einem traurigen und einem fröhlichen Anlass hier versammelt wären: Traurig, weil Krieg in Europa herrscht und viele Menschen darunter leiden und fliehen müssten, fröhlich aber auch, weil die Kinder durch das Geld, das sie mit ihrer Einsatzbereitschaft, ihrer Tatkraft und ihren Arbeiten den Flüchtenden das Leben etwas leichter machen könnten.

Und tatkräftig angepackt haben die Kinder! Vom Schleppen von Pflastersteinen, dem Verkauf von selbstgebackenem Kuchen über Hilfen im Haushalt und Garten, dem Aufsammeln von Hundekot bis hin zum Vorlesen beim Opa im Altenheim waren sämtliche Arbeiten vertreten. Der Einfallsreichtum der Kinder kannte keine Grenzen, lobte Frau Letschert ausdrücklich und beeindruckt. Manche Kinder spendeten gar ihr eigenes Taschengeld!

Mit dieser Aktion zeigten die Kinder ganz deutlich, wie wichtig ihnen der Frieden ist, daher sangen alle gemeinsam im Anschluss das Lied „Alle Kinder dieser Welt wünschen sich Frieden“. Nach einer Rede der beiden Viertklässlerinnen Marlene und Mia, in der sie erklärten, wie froh sie waren, helfen zu können, wurde es spannend: Die Scheckübergabe stand an.

Großartige 7000 Euro waren auf dem symbolischen Scheck vermerkt! Die Kinder klatschen sich selbst und dem Förderverein, der die Summe noch aufgerundet hatte, begeistert Beifall. Frau Marzi zeigte sich beeindruckt von dem Betrag, den die Kinder durch Arbeiten in ihrer wertvollen Freizeit erarbeitet hatten. Sie applaudierte ihnen, dankte aber auch allen weiteren Helfern wie dem Schulelternbeirat, dem Förderverein, den Angehörigen und natürlich Frau Letschert als Hauptorganisatorin der Aktion. Dann klärte sie noch auf, was mit den 7000 Euro passieren würde: Die geflüchteten Omas, Frauen und Kinder benötigen Wohnungen und Einrichtung. Außerdem müssen auch Spielsachen und Kleidung angeschafft werden. Dies geschieht gemeinsam mit dem Verein „Solidarität in der Not“ aus Ebernhahn, sodass das Geld sicher in der Region bleibt und dort ankommt, wo es wirklich gebraucht wird.

Zum Abschluss appellierte sie noch einmal an alle, wie wichtig es sei, miteinander zu sprechen, um Streit und vor allem Kriege zu vermeiden. Darüber hinaus wies Frau Letschert darauf hin, dass an der Schule Kinder aus 20 Nationen gemeinsam und friedlich miteinander lernen, dass wir es schaffen, Frieden zu halten. Jetzt warten wir auf Kinder aus dem 21. Land – der Ukraine. Und auch diese werden wir in Frieden aufnehmen.

Die Schülerinnen und Schüler formten ein Peacezeichen auf dem Schulhof. Foto: privat

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