Rheinbacher n St. Sebastianus- u. St. Hubertus Schützinnen und Schützen
Schützenbruderschaft setzt Tradition fort
Rheinbach. Die lokale Schützengemeinschaft hat auch in diesem Jahr eine Möglichkeit gefunden, ihr 66. Patronatsfest zu Ehren des Schutzheiligen St. Hubertus trotz der durch die Flutkatastrophe zerstörten Schützenhalle auszurichten. Am 4. November 2023 versammelten sich die erwachsenen Mitglieder auf dem Schützenplatz, um im Wettbewerb den Titel der Hubertusmajestät zu vergeben. Das Fest fand bei mildem Wetter mit gelegentlichem Nieselregen statt, wo Teilnehmende gemütliche Stunden mit warmen und kalten Getränken, Kaffee, Kuchen und Grillwürstchen verbrachten. Else Wolber, eine Mitgliederin der Schützengilde, bot ein Bastelangebot mit herbstlichen Kürbisgestecken für Kinder an.
Gegen 15 Uhr eröffnete der stellvertretende Brudermeister Udo Enders den Schießwettbewerb. Viele Teilnehmende hatten hohe Erwartungen an den Gewinn der Trophäe, des „Hubertus-Hirsches“. Überraschend schnell, nach nur 45 Minuten und dem 26. Schuss, wurde Karl Steiger als neuer Träger der Würdenkette und somit als Hubertusmajestät für das kommende Jahr proklamiert.
Am folgenden Sonntag fand zu Ehren des Schutzpatrons ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin statt, gehalten von Pfarrer und Präses der Bruderschaft, Bernhard Dobelke. Der Tag erinnert an die Legende von St. Hubertus, der während der Jagd die Erscheinung eines weißen Hirsches mit einem Kreuz zwischen den Geweihen hatte, was sein Leben nachhaltig veränderte.
Im Anschluss an die Messe lud das traditionelle Mittagessen im „Kumar’s Restaurant“ den Bürgermeister Ludger Banken und seine Frau ein. Bruno Bylicki, der Ehrenbrudermeister, dankte Udo Enders, dem Hubertus-Schützen des Vorjahres, für seine Dienste und übergab gemeinsam mit dem Bezirksschützenkönigspaar die Kette an den neuen Hubertus-Schützen Karl Steiger.
Die Zukunft der Schützengemeinschaft Rheinbach ist von positiven Erwartungen geprägt. Nach einer langen Zeit des Wartens hat die Schützenhalle, ein zentraler Ort für Feierlichkeiten und Vereinssport, Aussicht auf Wiederaufbau. Die Stadt Rheinbach und der Rhein-Sieg-Kreis haben unter speziellen Auflagen die Genehmigung erteilt. Die Bruderschaft, die auf eine 710-jährige Geschichte zurückblickt und auch zwei Weltkriege überstanden hat, sieht einer Zeit intensiver Arbeit entgegen. Mit dem festen Willen und Engagement der Mitglieder sowie der Unterstützung von anderen Vereinen, Firmen und Freiwilligen wird die Wiederherstellung der Halle als Gemeinschaftsprojekt angegangen.BA
