Verkehrsverein Schuld
Schuld hat mehr zu bieten als nur die berühmte Ahrschleife
Schuld. Die ruhige Zeit hat der Verkehrsverein Schuld an der Ahr genutzt und so einiges in Angriff genommen. Dabei hat der Verein auch seine Homepage runderneuert und vor einigen Tagen fertig gestellt. Diese steht ab sofort im Netz unter der bekannten Adresse www.verkehrsverein-schuld.de
In diesem Zusammenhang hat der Verein das Vereinslogo geändert. Nach fast 60 Jahren, so richtig weiß das keiner mehr, hat der Verein ein neues Vereinslogo im neuen Briefkopf. Das kleine Dorf an der Ahr hat mehr zu bieten als als nur die berühmte Ahrschleife. Natürlich das Ahrtal selbst und das Freilichtmuseum für Gesteinsfalten, um zwei Highlights zu nennen.
Die drei Faltenumbiegungen Spicher Ley, Rupenberg und Brander Hardt, die Geologen und Hobbyforscher aus der ganzen Welt nach Schuld locken, sind in in diesem Logo durch drei Sterne symbolisiert. Rupenberg und Branderhardt sind geologische Falten in den Oberen-Siegen-Schichten. Bei Schuld haben die Mäanderbögen der Ahr die Struktur dieser Variszischen Faltung gleich mehrfach freigelegt, so dass man verschiedene spektakuläre und weltbekannte Ansichten der Mulden und Sattelbereiche erhält. Auch an den Talflanken der der Spicher Ley sind diese Gesteinsformationen gut zu erkennen. Am Westhang des Rupenberges sind die Gesteinsschichten recht spektakulär, besonders in der sogenannten blattlosen Jahreszeit. Während der Südostflügel der Falte ziemlich flach einfällt und sich lang hinzieht, ist der Nordwestflügel recht kurz und steil. Die Umbiegung aus der Waagerechten in die Senkrechte lässt erahnen, welche gewaltigen Kräfte bei der Variszischen Faltung im Erdzeitalter Karbon tätig waren. Ein vergleichbares Faltenmuster ist auch bei der nahen Spicher Ley zu sehen. In einem großen Umlaufbogen fließt die Ahr unterhalb der Spicher Ley. Von dort oben hat man einen traumhaften Blick auf den Ort und das Flusstal. Weitere Ausblicke auf die Eifel und das Ahrtal erleben Sie bei Ihren Wanderungen rund um Schuld an der Ahr.
Landschaftsmaler und Dichter hielten die Schönheit der Natur unserer Heimat in Bild und Wort fest. Das Ahrtal gilt als die Quelle der deutschen Romantik, seit es im 19. Jahrhundert durch Ernst Weyden, Philipp Wirtgen, Gottfried Kinkel, Alfred Holler, Fritz von Wille und Paul Pützhofen-Hambüchen (wieder-) entdeckt wurde. Doch das Ahrtal ist viel mehr. Es ist Lebensraum und Heimat für seine Bewohner, Anbaugebiet für die besten Rotweine, Erholung für Leib und Seele seiner zahlreichen Besucher und uraltes Kulturland in der Mitte Europas. Schon die Römer wussten die klimatischen und landschaftlichen Vorzüge entlang der Ahr zu schätzen. Burgruinen auf den Zinnen der Bergrücken oberhalb des Flusses zeugen von der strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung im Mittelalter. Selbst in der jüngsten Vergangenheit wurde mit dem geheimen Bau des Regierungsbunkers zwischen Dernau und Ahrweiler ein kleiner Teil der Weltpolitik an diesem kurzen, wilden und abwechslungsreichen Wasserlauf geschrieben. In all dieser kulturellen, landschaftlichen und kulinarischen Vielfalt findet der Besucher in der Nähe der Ballungsgebiete fernab aller Hektik alles, was man braucht, um den Alltag weit hinter sich zu lassen. Nicht zuletzt auch die Romantik, die die Dichter schon vor über 200 Jahren beschrieben haben. Um diese Schönheit des Ahrgebirges zu erleben, wurden zehn Wanderwege gut ausgeschildert und hinsichtlich moderner Technologien (Internet und GPS – Daten) angelegt.
