Allgemeine Berichte | 25.05.2020

Grundschule am Blauen See in Vettelschoß

Schule in Zeiten von Corona

Der neu errichtete Klassenraum der Klasse 4a nach der Schulschließung. Fotos: privat

Vettelschoß. Für alle Beteiligten war erstmal alles neu und ungewohnt, als die Schulen in Rheinland Pfalz sowie weiteren Bundesländern am Montag, 16. März dieses Jahres wegen Corona geschlossen wurden. Doch schnell war den Lehrkräften und Mitarbeitern der Grundschule am Blauen See in Vettelschoß klar, dass man sich etwas einfallen lassen musste, um die Kinder dennoch sinnvoll zu beschäftigen und ihnen ein bisschen Schulalltag zu lassen. So wurden vor den Osterferien u.a. Arbeitspläne entwickelt und Erklärvideos gedreht und den Eltern zugeschickt, oder auch verschiedene Möglichkeiten zur Kommunikation (Telefon, Messengerdienste, Internetplattformen,…) untereinander ausprobiert. Weiterhin öffnete schon am Dienstag, 17. März die Schule unter sehr strengen Auflagen wieder ihre Pforten, um Kinder systemrelevanter Eltern zu betreuen. Die sogenannte Notfallgruppe war geboren und bestand aus maximal sechs Kindern täglich. Diese wurden abwechselnd von Lehrkräften und weiteren Mitarbeitern der Grundschule am Blauen See betreut. Hier wurden die von den Lehrern aufgegebenen Arbeitspläne bearbeitet, gemalt, gebastelt und natürlich auch gespielt, jedoch immer unter Wahrung der geltenden Bestimmungen. Auch während der Osterferien standen Lehrkräfte wie Betreuer bereit, um im Notfall Kinder in der Schule zu betreuen. Als sicher war, dass es auch nach den Osterferien nicht mit dem „normalen“ Unterricht in der Schule weiterging, beschlossen die Lehrkräfte der Grundschule am Blauen See, einen weiteren Schritt in Richtung „Normalität“ zu wagen. Um die Kinder noch mehr zu unterstützen, und auch um die Eltern so gut es ging zu entlasten, wurde jede Klasse nun zusätzlich per Videokonferenz von ihrer Lehrerin oder ihrem Lehrer kontaktiert und teilweise sogar unterrichtet. Zudem stellten die Lehrkräfte weitere Angebote bereit. So wurde beispielsweise der telefonische Kontakt erweitert, Lern-Apps wie „Anton“ geprüft und den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt oder auch die App „Padlet“ verwendet, bei der die Kinder eigene Beiträge in einem geschütztem Raum einstellen können, um so untereinander und mit den Lehrkräften weiter in Kontakt zu bleiben und um Arbeitsergebnisse vorzustellen. Natürlich lief auch die Notfallgruppe in der Schule weiter. Am 4. Mai durften dann die Viertklässler zurückkommen. Ganz herzlich wurden sie in der Schule von ihren Klassenlehrerinnen empfangen und die Wiedersehensfreude war auf allen Seiten riesig groß. Auch wenn die Kinder sicherlich nicht schlecht staunten, als sie sahen, dass sie nun jeweils einen Ersatzklassenraum hatten. Den hatten die Klassenlehrerinnen zuvor hergerichtet, damit der geforderte Abstand untereinander gewahrt werden kann. Zudem fanden sie einen regelrechten „Verkehrsgarten“ in und vor der Schule vor, den einige Lehrkräfte in Absprache mit der k. Schulleiterin Frau Schöneberg „angelegt“ hatten. Hierzu wurden Markierungen auf den Boden geklebt, Einbahnstraßen errichtet und Abstandsmessungen vorgenommen. All dies geschah, um den strengen Auflagen des Landes gerecht zu werden.

Während nun die Viertklässler und die Notfallgruppe in der Schule betreut werden, läuft für alle anderen Kinder das sogenannte „Homeschooling“ weiter.

Der neu errichtete Klassenraum der Klasse 4a nach der Schulschließung. Fotos: privat

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