Allgemeine Berichte | 02.03.2021, 09:02 Uhr

ADFC-Wachtberg zum Thema Radweg/Flurbereinigung an der K57

Schwarz-Grün schlägt Radweg zwischen Villip und Gimmersdorf vor

Die K57 von Villip Richtung Gimmersdorf. Foto: © ADFC Wachtberg
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Wachtberg. Der ADFC Wachtberg begrüßt die Pläne der schwarz-grünen Ratskoalition, in einem Flurbereinigungsverfahren Optionen für Radwege zu schaffen, insbesondere an der viel befahrenen Kreisstraße 57.

Die K 57 verbindet die Dörfer Gimmersdorf und Villip für den Individualverkehr. Öffentliche Busse fahren dort nicht, ein Radweg fehlt. Dabei könnte diese Straße für Rad fahrende Bürgerinnen und Bürger nicht nur eine dringend benötigte Direktverbindung zwischen Villip, Gimmersdorf und Ließem bilden, sondern auch den Weg in den Kottenforst oder zum Heiderhof deutlich erleichtern.

Zur Benutzung der K57 gibt es keine ernsthafte Alternative. Außerdem liegt in der Fleming - dem Waldstück auf halbem Weg - ein Parkplatz mit Anschluss an Waldwege, der ohne Auto von Gimmersdorf und Villip zu Fuß nur über die K57 erreicht werden kann. Aber auf diese wagen sich derzeit nur furchtlose Fußgänger und Radlerinnen. Und die Neubaugebiete in Villip, Gimmersdorf und Ließem mit jungen Familien und dem Familienzentrum in Villip sind bekannterweise Quellen und Ziele für Verkehr, der mit gesunder Bewegung umweltfreundlich möglich sein sollte. Bisher aber werden Eltern und Kinder gezwungen, viele solcher Wege mit dem Auto zurückzulegen - für das Bewegungserleben der Kinder der Einstieg in den dauernden Autotransport.

Die K57 wurde 2007 ausgebaut und sollte dabei einen begleitenden Fuß- und Radweg bekommen. Aber es gab Probleme mit dem Landerwerb und der Radweg verschwand stillschweigend aus den Plänen. Die dann „fertig“ ausgebaute Straße wurde vom Rhein-Sieg-Kreis gefeiert, weil dank festerem Unterbau und Verbreiterung auch der Schwerlastverkehr „sicher“ fahren könne, eine für den Radverkehr erschreckende Einäugigkeit.

Umso mehr überzeugt jetzt der auf Initiative des Ratsherrn Tobias Teichner (CDU) eingebrachte Antrag an den Planungsausschuss, im Zuge einer Wald- und Flurbereinigung der Gemeinde Land zuzuweisen, das dann für einen Rad- und Fußweg genutzt werden kann. „Da der komplizierte und zeitraubende Landerwerb die Erstellung einer vernünftigen Fahrradinfrastruktur oft verzögert oder sogar verhindert, kann und sollte eine solche vorausblickende Vorgehensweise häufiger angewendet werden.“, unterstreicht Andreas Stümer, Sprecher des ADFC in Wachtberg, die ausdrückliche Zustimmung des ADFC zu dieser Initiative. Klar ist für Stümer auch, dass bei der Planung dieser Verbindung die Interessen des Naturschutzes und die Förderung des Radverkehrs abgestimmt werden.

Pressemitteilung

ADFC Wachtberg

Die K57 von Villip Richtung Gimmersdorf. Foto: © ADFC Wachtberg

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