„wir für kottenheim“ informierte sich über die Entwicklung im Klettergebiet Kottenheim
„Schwarze Säulen Kottenheim“ – einzigartig in Mitteleuropa
Kottenheim. „Schwarze Säulen Kottenheim“, so heißt der Basaltsteinbruch in Kottenheim in der Kletterszene - wie auch das hierzu existierende Kletterführer-Buch. „wir für kottenheim“ hat sich über die derzeitige Entwicklung im Klettergebiet Kottenheim informiert und sich hierzu mit Hendrik Kardinal vom Deutschen Alpenverein (DAV) verabredet. Er selbst klettert viel in Kottenheim und Ettringen und gibt dort auch Kletterkurse.
Stillgelegte Basalteinbrüche in der Kletterszene sehr beliebt
Nicht nur, dass viele Wanderer die Traumpfade und Traumpfädchen in dieser Region nutzen, die stillgelegten Basaltsteinbrüche sind in der Kletterszene sehr beliebt. Hendrik Kardinal berichtet von Kletterern aus Luxemburg, Holland, Belgien, Spanien, Frankreich und natürlich aus ganz Deutschland. Der Klettertourismus geht in die Tausende Besucher im Jahr, nur in dieser Region, und trotz dieser hohen Frequentierung ist die Unfallquote verschwindend gering. So spricht man in 2018 von nur einem bekannten Kletterunfall mit einem Beinbruch. Im gesamten Klettergebiet, welches Kottenheim, Ettringen und Mayen umfasst, gibt es 1700 Kletterrouten mit einer großen Auswahl an Schwierigkeitsstufen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Der feste, raue Basalt in den aufgelassenen Steinbrüchen rund um Mayen in der Eifel bietet perfekte Riss- und Verschneidungslinien wie es in Mitteleuropa einzigartig ist. In Kottenheim liegt die Höhe der Felsen um die 15 Meter und jede Route hat einen außergewöhnlichen Namen wie Eichenweg, Ringelnatter oder Tanz auf dem Vulkan. Das Klettergebiet ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, welche wiederum einzelne Sektoren beinhalten. Mit GPS und Kletterführer-Buch finden sich die Kletterer so im Steinbruch zurecht. Diese Routen werden vom Deutschen Alpenverein instand gehalten, gefährliche Routen gesperrt und neue Routen hinzugefügt. Um die Felsen herum werden querliegende Bäume beseitigt und Müllsammelaktionen im Rahmen eines Umwelttages durchgeführt. Auch Tierschutz wird groß geschrieben, denn es werden Sektoren zum Klettern gesperrt, wenn der Uhu gerade dort seinen Brutplatz hat. Bei dem Gespräch mit Herrn Kardinal ergab sich der Hinweis, dass der Bedarf von mobilen Toiletten besteht. Hierzu wird „wir für kottenheim“ in der nächsten Gemeinderatsitzung den Antrag auf zwei mobile Toiletten am Parkplatz Winnfeld, für die bevorstehende Klettersaison vom 1. März bis zum 31. Oktober, stellen. Die Kosten hierfür werden komplett vom Deutschen Alpenverein (DAV) übernommen.
Die Kletterrouten bieten eine große Auswahl an Schwierigkeitsstufen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.
