Allgemeine Berichte | 04.12.2020, 16:19 Uhr

Marie Fritsche aus der Grafschaft hat ihr erstes Buch veröffentlicht

Schwitzen statt Schwertkampf

Nachwuchsautorin Marie Fritsche. Foto: privat
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Grafschaft. Marie Fritsche kommt aus der Grafschaft, ist 20 Jahre alt, und hat eine besondere Leidenschaft: Das Schreiben. Bereits seit dem Kindesalter greift sie begeistert zu Stift und Papier. Nun hat Fritsche ihr erstes Buch im Meyer & Meyer Verlag, Aachen veröffentlicht, und zwar einen eigenständigen Teil der Reihe „Dungeons and Workouts“. Das Konzept lädt zum Mitmachen ein und funktioniert wie ein Rollenspiel - nur eben mit richtigem Fitnesstraining statt imaginären Schwertkämpfen. Nun sprach Fritsche über ihren überraschenden Werdegang zum Autor.

BLICK aktuell: Frau Fritsche, sie haben ein „Buch zum Mitmachen“ verfasst! Wie funktioniert das?

Marie Fritsche: Mein Projekt heißt „Dungeons and Workouts- Die Insel des Gewinsel“ und es handelt sich dabei um ein „motivierendes Fitnessrollenspiel für Jugendliche und junge Erwachsene“. Ziel dieser Buchreihe ist es, besonders Gamer, aber auch andere Leser, beim Sport zu unterstützen. Das Buch ist so ausgelegt, dass man praktisch selbst als Held die Geschichte durchlebt und durch Sportübungen Herausforderungen und Fantasiewesen besiegen muss, um weiterzukommen.

BLICK aktuell: Wie kam es genau zu diesem Buch?

Fritsche: Ich persönlich kannte dieses Format gar nicht, fand es aber eine originelle Idee. Ich kam dazu, da ich auf der App „Wattpad“ aktiv geschrieben und veröffentlicht habe.

Anfang letzten Jahres wurde ich vom Meyer & Meyer Verlag angeschrieben, die nach neuen Talenten suchten, die die Reihe weiterschreiben. Zu Beginn war ich tatsächlich recht skeptisch. Wie häufig kommt es vor, dass eine solche Anfrage tatsächlich real ist und kein Fake?

In den nächsten paar Monaten habe ich dann mit dem Verlag über die Anforderungen und ähnliches geschrieben und wurde dann gebeten, ein paar Seiten als Leseprobe zu verfassen. Zu diesem Zeitpunkt war ich hin- und hergerissen, ob ich den Job überhaupt antreten sollte. Im Herbst 2019 trat ich ein duales Studium zum B.A. International Management mit gleichzeitiger Ausbildung zur Industriekauffrau an. Ich wusste also gar nicht, wie viel Zeit mir bleiben würde. Ich entschied mich aber dazu, zumindest die Leseprobe zu verfassen und einzuschicken. Ich konnte ja noch immer eine Absage geben. Auf keinen Fall wollte ich aber eine solch große Chance verpassen. Autorin wollte ich schließlich schon immer werden.

BLICK aktuell: Wie ging es dann weiter?

Fritsche: Ich zwei Monate auf eine Antwort und dachte mir schon, dass das nichts werden würde. Ein persönliches „Nein“ wollte ich allerdings trotzdem hören. Also rief ich etwa einen Monat nach Ausbildungsstart beim Verlag an. Bevor ich auch nur mein Anliegen zu Ende schildern konnte, wurde ich begeistert unterbrochen und mir wurde erklärt, dass der Vertrag für mich schon auf dem Tisch liege und eigentlich schon am Vortag hätte abgeschickt werden sollen.

Dann ging alles ganz schnell. Etwas überrumpelt hatte ich zwei Tage später den Vertrag bei. Danach folgte ein Treffen mit Mitarbeitern des Verlags. Dort wurden abschließende Details wie Abgabetermine und so weiter geregelt.

BLICK aktuell: Ein Buch zu schreiben ist viel Arbeit - wie blick Sie auf die Entstehungsphase zurück?

Fritsche: Bis März schrieb ich an meinem Manuskript und wurde im Folgenden zu meiner Meinung zu Layout, Illustrationen und vielem mehr gefragt. Ich hätte mir nie vorgestellt, wie viel Zeit und Aufwand hinter dem Layout eines Buches steckt. Andererseits ist das Buch auch nicht in schlichten weißen Seiten wie ein Roman gehalten, sondern illustriert.

BLICK aktuell: Die Corona-Pandemie ist für viele Kulturschaffende eine echte Herausforderung. Waren Sie auch betroffen?

Fritsche: Durch Corona dann wurde der Druck- und Veröffentlichungstermin einen Monat nach hinten geschoben und so ging das Buch erst Ende September in den Druck. Nun ist es seit Anfang November online verfügbar und in jeder Buchhandlung bestellbar.

ROB

Nachwuchsautorin Marie Fritsche. Foto: privat

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