Pilgerzentrale Schönstatt
Segenpower erFahren
Schönstatt. Unter diesem Motto fand am 16. Mai die diesjährige Motorradwallfahrt in Schönstatt statt – nicht wie sonst an zwei Tagen, aber mit einem schwungvollen Gottesdienst in der Pilgerkirche, gestaltet von der Band Jeton.
„Wir sind zwar dieses Mal mit dem Auto gefahren, weil es geregnet hat, aber wir freuen uns, die bekannten Gesichter wiederzusehen“, sagte eine Teilnehmerin. Letztes Jahr musste die Motorradwallfahrt aufgrund des harten Lockdowns ausfallen. Dieses Jahr konnte wenigstens der Gottesdienst stattfinden.
Pfarrer Stefan Schaaf, seit 16 Jahren Initiator der Motorradwallfahrt, fuhr selbst über 200 km mit seiner Maschine an, die – als Zeichen für alle Fahrzeuge, die gekommen waren, direkt vor dem Gnadenbild der Gottesmutter in der Pilgerkirche geparkt wurde. Das Bild der Gottesmutter, das hinter seinem Beifahrersitz immer mitfährt, sei „das schnellste Pilgerheiligtum der Welt“, bemerkt Pfr. Schaaf humorvoll.
Segen gibt Kraft
In seiner Predigt deutete Pfarrer Schaaf das Motto aus: „Reifen brauchen den richtigen Luftdruck, damit sie sicher fahren. Das erleben wir auch im Alltag. Wenn die Luft ausgeht, läuft es nicht mehr gut.
Die Corona-Krise hat uns in diese Situation gebracht: Studenten haben keine Lust mehr auf Online-Vorlesungen. In den Familien gibt es Spannungen, weil Homeoffice und Homeschooling nicht so leicht unter einen Hut zu bringen sind. Da hilft uns das Wort ‚Segenspower erfahren‘. Segen gibt Kraft. Das haben die Menschen in der Heiligen Schrift erfahren. Das Evangelium vom Himmelfahrtstag, das wir heute noch einmal gehört haben, erzählt uns von der letzten Tätigkeit Jesu auf Erden: Er segnete seine Jünger. Dieser Segen hat die Jünger froh und mutig gemacht. Es heißt: die Jünger seien von großer Freude erfüllt gewesen. Wie die Luft im Reifen, bewirkt der Segen, dass wir vorankommen.
Das heißt nicht, dass es keine Schwierigkeiten mehr geben wird. Aber der Segen hilft, durch schwere Situationen besser hindurchzukommen. Dann werden wir selbst zum Segen für andere.
Angekommen und angenommen
Hier am Wallfahrtort Schönstatt ist eine Segenstankstelle. Hier ist die Gottesmutter, die uns sagt: Gut, dass du da bist. Das bewirkt etwas in uns. Hier, an diesem Ort, fühlen wir uns angekommen und angenommen. Von hier aus geht der Segen in viele Häuser und zu vielen Menschen.“ – soweit aus der Ansprache von Pfarrer Schaaf.
Für die schwungvollen Lieder erntete die Band Jeton einen langen Applaus am Ende des Gottesdienstes. Nach dem Schlusssegen nahm sich Pfarrer Schaaf Zeit, die Fahrer und ihre Maschinen vor der Pilgerkirche zu segnen und mit jedem ein paar Worte zu reden. Ca. zehn Biker hatten sich vom strömenden Regen am Vormittag nicht abhalten lassen, sich mit ihren Maschinen auf den Weg zu machen.
Save-the-Date
Als Erinnerung erhielten sie eine Save-the-date-Karte: Die Motorradwallfahrt im nächsten Jahr wird vom 28. – 29. Mai 2022 stattfinden. Dann wieder „richtig“ über zwei Tage mit einer Ausfahrt, einem Besuch beim Urheiligtum, einem Abendevent und dem Abschlussgottesdienst in der Pilgerkirche.
Pfr. Stefan Schaaf bei der Abfahrt.
Segnung der Motorräder.
