Allgemeine Berichte | 01.08.2018, 12:19 Uhr

12. Wachtberger Kulturwochen

Sehnsucht und Tränen

Hiltrud Westheide zeigte „Was bleibt“

Konzert mit dem Harfen-Duo Andrea Thiele und Dr. Kai Nürnberger. Gemeinde Wachtberg/mm
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Wachtberg-Berkum. Der staubige und etwas steinige Fußweg hinten herum ist vergessen, kaum dass man in Hiltrud Westheides Garten steht. Der Rasen so grün und weich wie ein Teppich trotz wochenlanger Hitze, dazu das stilvolle Ambiente von Gut Odenhausen, kühle Getränke und rundum Kunst, im Freien, im kleinen Gartenhäuschen, auf der Veranda und im Haus.

Musik... draußen

Viele gut gelaunte Gäste sind da an diesem letzten Samstag der diesjährigen Wachtberger Kulturwochen, an dem die Berkumer Künstlerin nicht nur zu Kunst, sondern erneut auch zu Musik zu sich eingeladen hat. Am Vorabend schon hatten Norbert Bogusch, Gitarre und Gesang, und Konstantin Gockel, Geige, musikalisch den ersten Ausstellungstag mit bekannten Hits und Oldies bereichert. Nun steht ein ganz anderer Hörgenuss auf dem Programm, ein Harfen-Duo mit Andrea Thiele, vielen bereits durch ihr Spiel beim Eröffnungskonzert bekannt, und Dr. Kai Nürnberger. Das Duo hat sich vorm kleinen Galeriehäuschen im Garten platziert und ein feines Programm vorbereitet. Mit Stücken unter anderem von Pachelbel, Mozart und Debussy versetzen die beiden Musiker die Zuhörer schnell in eine beschauliche Wochenendstimmung. Und kein Rasenmäherlärm stört dieses musikalische samstägliche Intermezzo, die Vögel zwitschern munter mit. So schön kann das Wochenende öfter beginnen.

Kunst... drinnen und draußen

Derart entspannt lassen die Gäste dann auch die Werke der Gastgeberin auf sich wirken. Im Garten fallen zwei großformatige Acrylbilder ins Auge, sie hängen am Gartenzaun. Eines zeigt die „Irische Küste“, das andere, mit „Sehnsucht“ betitelt, ist hingegen abstrakt und in verschiedenen leuchtenden Farben gehalten. Neben dem Gartentor ein wieder anderes Sujet, Abschiednehmen, Loslassen - „Vogel flieg“. Es zeigt vor dunklem Grund abstrahiert einen Vogel, formal an ein Kreuz erinnernd, in leuchtendem Gelb, wie ein Strahlen aus der Ferne.

Auf der Terrasse dann wieder etwas Bekanntes, die „Tomburg“. Im Haus erneut eine Küstenszenerie, dieses Mal die „Sardische Küste“. In feinen Grau- und zarten Apricot-Tönen sind die Felsformationen schön hervorgehoben. Bilder wie „Sommertime“, „Swinging Spring“, „Power“ und „Goldene Zeiten“ leuchten in fröhlichen Farben, bleiben im Kontext aber meist auch ein wenig zurückgenommen. Immer sind die Farbtupfer eingebunden in ein ruhiges Großes, selten sind die Farben so dominant, wie in Westheides Doppelbild „Rot 1 und 2“. Vereinzelt nur gewährt sie den Farben ein Eigenleben, wie in „Tränen“, bei dem die Farben wie Tränen die Leinwand hinuntergelaufen zu sein scheinen.

„Was bleibt“ hatte Hiltrud Westheide ihre diesjährige Ausstellung bezeichnet. Und so umfasste die Bildauswahl dieses Mal auch nicht nur ihre neuesten Arbeiten, sondern zeigte einen Querschnitt ihrer Bilder aus den Jahren 2011 bis heute.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

‚Sardische Küste‘

‚Sardische Küste‘

Konzert mit dem Harfen-Duo Andrea Thiele und Dr. Kai Nürnberger. Fotos: Gemeinde Wachtberg/mm

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