Allgemeine Berichte | 02.10.2019, 15:40 Uhr

Jehovas Zeugen in Bonn-Bad Godesberg/Wachtberg

Seit 100 Jahren mit der Zeitschrift „Erwachet!“ unterwegs

„In den letzten 47 Jahren habe ich keine einzige Ausgabe von Erwachet! verpasst,“ sagt Martin Krüger. Foto: privat
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Wachtberg. Jeder kennt Jehovas Zeugen, wie sie unermüdlich mit ihren Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! das Gespräch über biblische Themen suchen. Doch die wenigsten wissen, dass Der Wachtturm mit einer Auflage von über 93 Millionen in 357 Sprachen und Erwachet! mit einer Auflage von über 78 Millionen in 212 Sprachen nicht nur die am meisten verbreitetsten, sondern auch die meist übersetzten Zeitschriften der Welt sind. In diesen Tagen sind Jehovas Zeugen aus Wachtberg und Bad Godesberg nun mit der Jubiläumsausgabe von Erwachet! unterwegs. Denn im Oktober feiert die Zeitschrift ihr 100 jähriges Jubiläum.

Dabei fing alles ganz klein an: Während im Nachkriegsjahr 1919 noch an vielen Orten Mangel herrschte, kündigten die Bibelforscher, wie Jehovas Zeugen damals genannt wurden, auf einem Kongress in Ohio, USA die Herausgabe einer neuen Zeitschrift mit dem Namen Das Goldene Zeitalter an. Der Titel war keine Anspielung auf die Nachkriegsordnung, sondern ein Beweis, dass Jehovas Zeugen davon überzeugt waren, dass unter Gottes Regierung bald eine Periode dauerhaften Frieden und Wohlfahrt beginnen würde. Innerhalb von 2 Monaten verbreiteten rund 5700 Prediger eine halbe Million Exemplare. Nach einem halben Jahr hatte die Zeitschrift 50.000 Abonnenten und die Bibelforscher betrieben eine eigene Druckerei in New York. 1922 erschien die Das Goldene Zeitalter erstmals auch auf Deutsch. Als 1937 die Schatten des drohenden Weltkrieges sichtbar wurden, änderte man den Titel auf Trost, und 1946 nach dem 2. Weltkrieg auf den jetzigen Namen Erwachet!. Redakteure aus allen Kontinenten zeigen den Zusammenhang zwischen aktuellen Weltereignissen und biblischen Voraussagen.

Heute wird die Zeitschrift weltweit in 9 modernen Offset-Druckereien gedruckt, darunter auch in Selters im Taunus. Mehr als 3000 Übersetzer übersetzen die Artikel in so exotische Sprachen wie Grönländisch, Kambodschanisch, Kurdisch, Plattdeutsch oder Kubanische Gebärdensprache. Die Navajo Indianer Nordamerikas können jede Ausgabe von Erwachet! ebenso in ihrer Muttersprache lesen, wie die indigenen Hmong in Südostasien oder das afrikanische Volk der Bemba. Dabei behandelten die letzten Ausgaben von Erwachet! so praktische Themen, wie „Sechs Dinge, die Kinder fürs Leben brauchen“, „Werden wir uns jemals sicher fühlen?“, „Trauer – was helfen kann“ oder „Depressionen bei Jugendlichen“. Junge Leute lieben die digitalen Ausgaben, die man bei jw.org sowohl als Print, wie auch als Audio-Version downloaden kann.

„In den letzten 47 Jahren habe ich keine einzige Ausgabe von Erwachet! verpasst,“ sagt Martin Krüger. „Früher nutzte ich sie um Schulprojekte zu Themen wie Gesundheit oder fremde Kulturen auszuarbeiten. Heute gebrauche ich ihre Artikel, um Menschen in ihren Alltagssorgen zu trösten. Darüber hinaus hat die Zeitschrift meinen Glauben an einen Schöpfer gestärkt, der sich wirklich um uns kümmert.“

Pressemitteilung

Jehovas Zeugen in Bonn-Bad Godesberg/Wachtberg

„In den letzten 47 Jahren habe ich keine einzige Ausgabe von Erwachet! verpasst,“ sagt Martin Krüger. Foto: privat

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