Geburtstagsfeier des Ortsausschusses Wormersdorf
Seit 50 Jahren eine feste Größe
1968 schlossen sich die Ortvereine zusammen, um das Vereinsleben im Dorf an der Tomburg besser zu koordinieren
Wormersdorf. Die Turnhalle in Wormersdorf war gut gefüllt, als die Landsknechte des Theatervereins Frohsinn den Auftakt zur Geburtstagsfeier des Ortsausschusses Wormersdorf startete. Genau vor fünfzig Jahren schlossen sich die Ortvereine zusammen, um das Vereinsleben im Dorf an der Tomburg besser zu koordinieren und die Zusammenarbeit zu verbessern. Genau dies galt es am Samstag in der Turnhalle von Wormersdorf zu feiern.
Die Vorsitzende des Ortausschusses Martina Zavelberg-Pütz und ihre Stellvertreterin Astrid Feldmann begrüßten die Gäste im voll besetzten Saal. Als Ehrengäste wurden der Bürgermeister der Stadt Rheinbach Stefan Raetz, der Landrat des Rhein-Sieg Kreises Sebastian Schuster, der Landtagsabgeordnete Oliver Kraus und weitere Kreistags- und Ratsmitglieder, darunter auch der Ortsvorsteher Klaus Beer, begrüßt. Auch Vertreter der Ortsausschüsse der Nachbargemeinden waren gekommen, um zu gratulieren. Alle Ortsvereine waren anwesend, darunter auch die amtierende Schützenkönigin Claudia Nahles mit ihrem Mann.
Ein großes Ganzes
Die Vorsitzende bedankte sich bei allen Vereinen und dem Ortsausschuss für fünfzig Jahre unermüdlichen Einsatzes für die Menschen in Wormersdorf. „Alle 19 Vereine in Wormersdorf sind Mitglied im Ortsausschuss, und so ist jeder Einzelne von euch auch ein direktes Mitglied im Ortsausschuss. Nicht wenn wenige viel machen, sondern wenn alle ein wenig machen, wird daraus ein großes Ganzes“, konstatierte die Vorsitzende in ihrer Rede. Es sei immer darum gegangen die Dorffeste, das Brauchtum, den Karneval zu organisieren und durchzuführen.
Viele Feste und Aktivitäten organisiert
Als sich 1968 der Ortausschuss gründete, war der damalige Bürgermeister Peter Zavelberg der Erste Vorsitzende. Ihm folgten in dieses Amt Hermann Langer, Richard Paffenholz, Josef Rick, Johannes Werres, Hans Josef Trimborn, Elke Gburek und aktuell Martina Zavelberg-Pütz. Ihre Arbeit wäre jedoch damals wie heute nicht möglich gewesen ohne die engagierten Vorstandsmitglieder neben den Vorsitzenden, die oft auch Vorstandsmitglieder in ihren Vereinen waren, wodurch sich im Laufe der Zeit eine immer stärker werdende Doppelbelastung für die Vorstände ergab. Ein Grund, warum dies heute nicht mehr miteinander verknüpft ist. So wurde der Ortsausschuss bald zu einer festen Größe und organisierte viele Feste, wie zum Beispiel den Rosenmontagszug, das Maiansingen, Kinder- und Jugendfeste, Altentage und viele weitere Aktivitäten. Mit dem Gewinn aus diesen Veranstaltungen wurden die Vereine unterstützt und Anschaffungen getätigt. So verfügt der Ortsausschuss Wormersdorf heute unter anderem über eine eigene Bühne, Pavillons, Stehtische, eine Gas-Fritteuse und Grill, Geschirr und Besteck; Dinge, die allen Vereinen zu Verfügung gestellt werden.
Zwei Mitglieder geehrt
Während der Veranstaltung wurden zwei Mitglieder des Ortsausschusses besonders geehrt. Elke Gburek wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Leider konnte sie die Ehrung aus gesundheitlichen Gründen nicht selber in Empfang nehmen, was später nachgeholt werden soll. Monika Hodapp-Henselder wurde für ihre 40-jährige Zugehörigkeit im Ortsausschuss und hier auch im Vorstand geehrt. Frau Hodapp-Henselder leitete 40 Jahre den Kindergarten in Wormersdorf und war dadurch ständiges Mitglied im Ortsausschuss.
Bürgermeister Stefan Raetz würdigte die Arbeit des Ortsausschusses ausdrücklich. In der Zeit des engagierten Einsatzes für die Bevölkerung hätte der Ortsausschuss viel erreicht. Das zeige auch die positive Resonanz aus der Bevölkerung nach außen hin. „Hier agiert ein junger Ortsausschuss, der mit viel Elan ans Werk geht. Diesem Team mit all seinen Vereinen kann man nicht genug dafür danken, was sie für Wormersdorf tun“, so Raetz zu den Mitgliedern des Vereins.
Musikalisches Programm mit den Räubern
Landrat Sebastian Schuster überreichte der Vorsitzenden des Vereins einen Umschlag mit einer Spende. „Das Geld ist nicht aus der Kasse des Kreises, denn da ist auch nichts zu holen“, erklärte der Landrat mit einem Augenzwinkern. Er bedankte sich beim Ortausschuss Wormersdorf für die viele ehrenamtliche Arbeit, die geleistet wird. Dies sei eine tragende Säule in der Gesellschaft.
Der Ortsvorsteher Klaus Beer stellte in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit mit dem Ortausschuss heraus. Im weiteren Programm sang der Männergesangverein Wormersdorf, bevor die Musikfreunde Fidelia Wormersdorf unter der Leitung von Stefan Klein ein kleines Konzert gaben. Der künstlerische Höhepunkt des Abends war die Kultband „Die Räuber“ aus Köln, die noch am späten Abend die Halle zum Kochen brachte.
Die Vorsitzende Martina Zavelberg-Pütz mit Monika Hodapp-Henselder und der stellvertretenden Vorsitzenden Astrid Feldmann.
Bürgermeister Stefan Raetz, Kreistagsabgeordnete Silke Josten-Schneider, Landrat Sebastian Schuster und Kreistags abgeordneter Oliver Baron (v.l.).
