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KG Blau-Weiß Niederlützingen ehrte den Erzkarnevalisten im Rahmen der jüngsten Gala-Sitzung

Seit mittlerweile 40 Jahren ist Hans-Peter Gammel Sitzungspräsident

11.02.2019 - 16:01

Brohl-Lützing. Das Jahr 1979: Helmut Schmidt ist Bundeskanzler, Carl Carstens löst Walter Scheel als Bundespräsident ab, Borussia Mönchengladbach wird UEFA-Cup-Sieger, der Hamburger SV deutscher Meister. In Niederlützingen organisiert die örtliche Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß ihre erste Karnevalssitzung. Als Sitzungspräsident fungiert Hans-Peter Gammel. Lang, lang ist‘s her. Februar 2019: Mittlerweile ist Angela Merkel Bundeskanzlerin, Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident, aus dem UEFA-Cup wurde die Europa League, wer deutscher Fußballmeister wird, steht noch nicht fest. Am vergangenen Samstag veranstaltete die KG Blau-Weiß im 41. Jahr wieder ihre Karnevalssitzung. Als Sitzungspräsident an der Spitze: kein anderer als Hans-Peter Gammel. Eine wohl einmalige Leistung, die landauf, landab ihresgleichen such. Es versteht sich von selbst, dass die Lützinger Karnevalisten das Jubiläum ihres Sitzungspräsidenten gebührend feierten. KG-Vorsitzender Markus Nikolay hob in seiner Laudatio die vielfältigen Verdienste von Hans-Peter Gammel hervor. „Du leitest unsere Sitzungen seit 40 Jahren in souveräner Manier, warst Mitglied der Stadtsoldaten, hast als Büttenredner bei unzähligen Veranstaltungen für Furore gesorgt, trittst gemeinsam mit dem Elferrat auf und stellst Jahr für Jahr ein attraktives Sitzungsprogramm zusammen“, listete er auf und überreichte ihm eine Erinnerungstafel. Jutta Kulmus, Zweite Vorsitzende der Blau-Weißen, übergab ein Buch, in dem nicht nur örtliche Karnevalsgrößen zum Jubiläum gratulierten, sondern auch überregional bekannte Künstler wie die „Bläck Fööss“, „Kasalla“, Bernd Stelter, Willibald Pauls oder das Festkomitee des Kölner Karnevals. Sichtlich gerührt nahm Hans-Peter Gammel die Ehrung entgegen und versprach, auch in den kommenden Jahren weiterhin zum Wohl der KG Niederlützingen aktiv zu sein. Dass er auch nach 40 Jahren noch ein unverzichtbarer Bestandteil des Saalkarnevals ist, bewies Gammel an diesem Abend. Mit seinem unnachahmlichen Humor und der ihm eigenen Schlagfertigkeit leitete er souverän durch ein rund fünfstündiges Programm, bei dem sich Büttenreden, Musikbeiträge und Tanzdarbietungen abwechselten. Den Auftakt machten die Musiker des Tambourclubs Spielfreunde Niederlützingen (Leitung Achim Wachtveitl), die nicht nur den Einzug der Korporationen in die Narrhalla musikalisch begleitet, sondern mit mehreren Liedern für einen gelungenen Programmauftakt gesorgt hatten.

Dass die KG Niederlützingen keine Nachwuchssorgen hat, zeigten die Darbietungen der jüngsten Karnevalisten. Die Minifunken (einstudiert von Britta Kurz, Bianca Lorenz und Jessica Leuther) unterhielten mit einem Gardetanz ebenso das Publikum wie die Kindergarde (einstudiert von Alisa Ockenfels und Vera Fuchs), die einen Showtanz präsentierte.


Eisbrecher in der Bütt


Als Eisbrecher in der Bütt überzeugte einmal mehr Ingo Schleimer als Protokollarius. Natürlich hatte er auch dieses Mal wieder jede Menge Lokales in seinem Vortrag verarbeitet. Zu den Höhepunkten des Abends gehörte zweifelsfrei der Auftritt von Jana Nikolay, Solomariechen der KG Niederlützingen (Trainerin Alexandra Wilhelmi), die einen Gardetanz präsentierte, der gespickt war mit turnerischen und akrobatischen Feinheiten. Absolut gelungen war ebenfalls das Zwiegespräch, mit dem Jutta Kulmus und Tanja Nikolay einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln des Publikums starteten.

Urkomisch, welche Auswirkungen es haben kann, wenn jemand meint, er sitze in der Geschäftsstelle einer Heiratsvermittlung, in Wirklichkeit aber im Büro einer Reitschule gelandet ist. Die beiden wurden ebenso mit lang anhaltendem Applaus vom Podium verabschiedet wie die Jugendgarde (trainiert von Verena Distelrath und Carolin Ockenfels), die den Hit der Räuber („Für die Iwigkeit“) tänzerisch toll umgesetzt hatte. Ortsbürgermeister Michael R. Schäfer und Hans-Josef Marx, Beigeordneter der Verbandsgemeinde, hoben in ihren Grußworten das außergewöhnliche Engagement der KG Blau-Weiß hervor, die es Jahr für Jahr immer wieder schafft, nahezu das gesamte Programm mit Eigengewächsen zu bestreiten.

Überwiegend Eigengewächse waren auch im zweiten Teil des Abends zu bewundern. Zunächst sorgten die Mitglieder des Elferrats (einstudiert von Kerstin Schmitt) mit ihrer „Niederlützinger Puppenkiste“ für einen gelungenen Einstieg. Im Anschluss daran gaben sich die Stadtsoldaten (Leitung Volker Wolf) ein Stelldichein auf der Bühne. Das Tanzpaar der KG, Alisa Ockenfels und Kevin Haupt, begeisterte mit seinem Tanz ebenso wie die Stadtsoldaten, die ihren Gardetanz aufführten (beides einstudiert von Alexandra Wilhelmi). Was jemand im Alltag alles erleben kann, berichtete Florian Gammel als „Ne Dummschwätzer“ auf unterhaltsame Art und Weise. Klasse anzuschauen auch die Darbietung der gemischten Garde, die von Carolin Ockenfels und Sara Schumacher trainiert wird. Wie jemand es zu später Stunde schafft, das närrische Volk in absolute Hochstimmung zu versetzen, bewiesen „die Breiköpp“ (Pia, Vera und Kurt Gerhartz).

Die drei Karnevalisten aus Wehr präsentierten Humor vom Feinsten. Da blieb kein Auge trocken. Einfach klasse, wie die drei miteinander harmonierten. Ob mit Fremdwörtern gespickte Satzkonstruktionen oder raffinierte Wortspiele, eine Pointe jagte die nächste. Mit ihrem Auftritt in der Lavahalle demonstrierten Kurt Gerhartz und seine beiden Töchter, warum sie zu den besten Büttenrednern der Region gehören.


Futuristische Kostüme


Nicht nur wegen ihrer futuristischen Kostüme, sondern auch wegen der abwechslungsreichen Choreografie überzeugten anschließend die Tänzerinnen der Tanzgruppe Lützinck (Leitung Christine Schmitz) mit ihrem Showtanz. Traditionsgemäß ist es dem Männerballett der KG Niederlützingen vorbehalten, den Schlusspunkt der Sitzung zu setzen. In diesem Jahr hatte sich die Gruppe um Trainerin Alexandra Wilhelmi den „Super Bowl“ als Thema ausgesucht und präsentierte einen Showtanz, mit dem die Aktiven unterstrichen, welche tänzerischen Qualitäten in ihnen stecken.

Zum Finale bat Sitzungspräsident Hans-Peter Gammel die Aktiven des Abends noch einmal auf das Podium. Unter den musikalischen Klängen von Hans-Peter Bley, der die Sitzung als Alleinunterhalter mitgestaltete, wurden die Akteure bis zur nächsten Sitzung verabschiedet. Die wird am Samstag in der Lavahalle über die Bühne gehen

.Achim Schmitz

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Kommentare
Gasuwe:
Wenn das ein deutscher Täter gewesenen wäre hätte man das als erstens erwähnt.

Ja zum Klimaschutz

Uwe Klasen:
Da nur die Hälfte des jährlich emittierten CO² in der Atmosphäre verbleibt, beträgt der gesamte deutsche Anteil 0,04 % an den globalen CO²-Emissionen. Im Übrigen ist 2018, nach 2017 und 2016, das dritte Jahr in Folge mit Abkühlung (!) (lt. NASA-Daten), trotz Weltweit steigenden CO²-Emissionen!
Uwe Klasen:
Die Steuerlast nimmt kontinuierlich zu, laut Daten der OECD nimmt Deutschland, zumindest, bei Steuern und Abgaben eine Spitzenposition ein. --- Dazu ein Satz aus dem politischen Testament von „Friedrich der Große“ (1712 – 1768): „Also ist es recht und billig, daß jeder Privatmann zu den Staatskosten beiträgt, aber er soll nicht sein halbes Einkommen mit dem Herrscher teilen.“
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