Seniorenausflug in den Rheingau
Meckenheim. Kräftig unterstützt von der Hildegard und Arno Lückert-Stiftung führte ein Ausflug am 17. Juli 2025 eine Gruppe von 43 Seniorinnen und Senioren in den Rheingau bei Rüdesheim. Begleitet wurde die Fahrt von Pfarrer i.R. Stefan Gottmann und Bernd Rafflenbeul. Bei strahlendem Sonnenschein begann der Tag mit einem Besuch am Niederwalddenkmal. Von der Germania aus bot sich ein weiter Blick über den Rhein und die umliegende Landschaft, der die Gruppe stimmungsvoll in den Tag einstimmte.
Als nächstes stand ein Besuch in der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Eibingen auf dem Programm. Die Abtei beschreibt sich auf ihrer Website als Gemeinschaft, die tief im Erbe der heiligen Hildegard von Bingen verwurzelt ist. Sie sei „eine der faszinierendsten und einflussreichsten Frauen des Mittelalters: Visionärin, Universalgelehrte, Komponistin und Heilkundige, deren Weisheit viele Menschen bis heute inspiriert. Ihre Schriften bieten wertvolle Impulse für ein ganzheitliches Leben im Einklang mit Gott und der Schöpfung.“
Das Interesse an der Persönlichkeit Hildegards war in der Gruppe groß, zumal viele bereits von ihr gehört oder gelesen hatten. Vor dem Besuch der Klosterkirche gab es zunächst ein Mittagessen aus der Klosterküche. Anschließend hielt Pfarrer i.R. Stefan Gottmann in der Kirche eine Andacht zur Tageslosung: „Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“ (Jeremia 17,14).
Im Anschluss wurde die Geschichte des Klosters näher vorgestellt, ebenso wie die künstlerische Gestaltung der Kirche im sogenannten Beuroner Stil. Die Klosterseite beschreibt diese Kunstform als „mystische, liturgische und damit zugleich auch monastisch-benediktinische Kunst“, die einzig dem Zweck diene, Gott zu verherrlichen. Sie sei Ausdruck der Haltung der Künstlerinnen und Künstler und lade ein „zum bloßen Schauen, zur Anbetung, zur Versenkung in Wesen und Geheimnis Gottes“. Die Beuroner Kunst atme Frieden und wirke zugleich auf besondere Weise zeitlos.
Nach einer Kaffeepause im Klostercafé setzte die Gruppe die Fahrt mit dem Bus nach Assmannshausen fort. Dort erfolgte der Umstieg auf ein Schiff der KölnDüsseldorfer Rheinschifffahrtsgesellschaft. Die Route führte durch die landschaftlich reizvolle Passage des Mittelrheins, vorbei an alten Burgen und ehemaligen Mautstellen. In Braubach erwartete der Bus die Gruppe und brachte alle wieder zurück nach Meckenheim.
Der Ausflug endete in heiterer Stimmung. Mit viel „Hallo“ und großem Dank an die Unterstützer ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende.BA
