Betreuungsvereine informierten beim Erfahrungsaustausch in Bad Neuenahr-Ahrweiler
„Sicherheit für Senioren“
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rechtliche Betreuerinnen, Betreuer und Bevollmächtigte treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch, zu dem auch in diesem Herbst die beiden Betreuungsvereine der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region und vom SKFM - Katholischer Verein für Soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler e.V. nach Bad Neuenahr-Ahrweiler ins Pfarrheim Rosenkranz eingeladen hatten. Unter der Leitung von Dipl. Sozialpädagoge Ralph Seeger vom SKFM tauschten die sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen mit den ihnen anvertrauten Personen aus und sprachen über die Einrichtungen, in denen die betreuten Menschen leben. Ein wichtiger Austausch, um voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Hauptthema des Abends aber war die „Sicherheit für Senioren“ mit Hubertus Gussone vom Weissen Ring, der über Schutz vor Alltagsgefahren am Telefon, an der Haustür, in der Fußgängerzone sprach. Immer wiederkehrende Schlagzeilen vermitteln den Eindruck, ältere Menschen seien ein leichtes Opfer. Jedoch kann man sich leicht schützen, auch vor falschen Polizisten oder beim sogenannten Enkeltrick, erklärte der Referent. Mit Vorsicht, kühlem Kopf und ohne Angst sollte man bei ungewöhnlichen Anrufen reagieren oder wenn sich eine Person Zutritt in die Wohnung verschaffen will, um etwa Strom abzulesen. „Lassen sie sich den Ausweis zeigen.“ Gleiches gelte beim „Falscher-Polizisten-Trick“, führte Hubertus Gussone aus: „Die Polizei wird sie niemals um Geldbeträge bitten. Die Polizei ruft niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Wenn sich Polizisten an der Haustür melden, wird kein echter Polizist etwas dagegen einzuwenden haben, wenn sie bei der Polizeidienststelle nachfragen.“ Ähnlich könne man beim Schornsteinfeger oder bei jedem anderen Dienstleister reagieren. Auch gegen den Enkeltrick gibt es Schutz. Dann könne man vom Anrufer Daten, Namen und Dingen erfragen, die nur ein Enkel wissen kann. Und Gussone gab den guten Trick: „Legen sie auf und rufen den angeblichen Verwandten oder Bekannten an!“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dankten Hubertus Gussone für den anschaulichen Vortrag. Und lobten die beiden Betreuungsvereine, dass dieser Erfahrungsaustausch trotz Corona überhaupt stattfand.
Kontakt: SKFM – Katholischer Verein für Soziale Dienste für den Landkreis Ahrweiler e.V., Ehlinger Str. 47, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 20 12 78, www.skfm-ahrweiler.de
Betreuungsverein der Evangelischen Kirchengemeinden in der Rhein-Ahr-Region, Wolfgang-Müller-Str. 7a, 53 474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. (0 26 419 20 70 100; www.betreuungsverein-ahrweiler.de
