Zoom-Vortragsabend am Montag, 15. März
Sicherheitspolitik im Zeitalter autonomer Waffensysteme
Es spricht GenLt a. D. Kersten Lahl, Vizepräsident der GSP
Region. Die Nutzung künstlicher Intelligenz zu militärischen Zwecken steht heute erst am Anfang einer tiefgreifenden Entwicklung. Sie geht weit über das hinaus, was derzeit die bereits heftige Diskussion um bewaffnete Kampfdrohnen umfasst. Im Ergebnis läuft sie auf eine Revolution moderner Kriegsführung und damit auch auf einen Paradigmenwechsel in der Sicherheitspolitik hinaus. Die heute absehbaren Folgen sind dabei hoch umstritten. Die einen hoffen auf „humanere“ Kriege mit weniger Verlusten auf allen Seiten, die anderen befürchten menschlichen Kontrollverlust, Eskalationsspiralen und forcierten Rüstungswettlauf. Wir sind gut beraten, uns frühzeitig mit den unterschiedlichen Argumenten auseinanderzusetzen und dabei auch zu fragen, was das Potenzial autonomer Waffensysteme für die Zukunft unserer eigenen Streitkräfte bedeutet.
Generalleutnant a.D. Kersten Lahl hat neben diversen ministeriellen Verwendungen auf allen Führungsebenen in der Truppe Verantwortung getragen und war nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst von 2008 bis 2011 Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin. Seither engagiert er sich unter anderem im Vorstand der Gesellschaft für Sicherheitspolitik. Gemeinsam mit Johannes Varwick hat er das Buch „Sicherheitspolitik verstehen. Handlungsfelder, Kontroversen und Lösungsansätze“ verfasst, das derzeit in einer zweiten, erweiterten Auflage erscheint.
Die Vorträge der GSP sind immer öffentlich und für die Zuhörer kostenfrei. Auf der Homepage der GSP finden sich die Anmeldeinformationen.
