Allgemeine Berichte | 03.04.2019

Eckpunktepapier des Landkreistages NRW zu Mobilität und Verkehr in den Kreisen

Sicherstellung der verkehrlichen Erreichbarkeit

Eine der zentralen Zukunftsaufgaben

Rhein-Sieg-Kreis. Verkehrspolitik muss stärker die Mobilitätsanforderungen der NRW-Kreise berücksichtigen. Der Landkreistag Nordrhein-Westfalen (LKT NRW) überreichte dem NRW-Verkehrsminister sein „Eckpunktepapier zu Mobilität und Verkehrsentwicklung“. Dabei forderten die NRW-Landräte eine gerechte Verteilung der Fördermittel für die Verkehrsentwicklung.

Die 31 NRW-Kreise nehmen über 90 Prozent der Fläche des Landes ein. Rund 60 Prozent der NRW-Bevölkerung und mehr als 50 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind im kreisangehörigen Raum angesiedelt. „Verkehrspolitik darf daher nicht in erster Linie aus Großstadtsicht betrieben werden. Die Hälfte aller vom Land NRW geförderten Verkehrsprojekte muss künftig im kreisangehörigen Raum liegen“, forderten die Landräte im Austausch mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst bei der jüngsten Vorstandssitzung des LKT NRW.

Dabei wurde dem Minister das Eckpunktepapier zu Mobilität und Verkehrsentwicklung des Verbandes der NRW-Kreise überreicht.

Dieses stellt in 16 Kernforderungen die verkehrspolitischen Anliegen der Kreise dar. Sie reichen von der Entwicklung alternativer Verkehrskonzepte und einer technologieoffenen Förderung von Antriebstechniken über Planungs- und Baubeschleunigung bis hin zum Umdenken im Güter- und Flugverkehr. Das Papier findet man auf der Internetseite des Verbandes: www.lkt-nrw.de.

Die Landräte wiesen zudem auf die unterschiedlichen Strukturen der einzelnen Kreise hin: Neben klassisch ländlich geprägten Kreisen gebe es in NRW sehr wirtschaftsstarke Kreise mit vielen mittelständischen Unternehmen sowie urbane Kreise im Umland zu den Großstädten. Jeder Kreis habe andere Anforderungen an Mobilität. Statt landesweit einheitlicher Rezepte brauche man daher individuelle Verkehrsentscheidungen vor Ort.

Der Rhein-Sieg-Kreis ist natürlich im landesweiten Vergleich ein urbaner Kreis. Dabei ist die verkehrliche Entwicklung im Rhein-Sieg-Kreis eng mit der Stadt Bonn aber auch mit der Stadt Köln verbunden. „Die angekündigten verkehrlichen Großprojekte in der Region stellen den Rhein-Sieg-Kreis in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen“, sagt Landrat Sebastian Schuster. „Diese können nur gemeinsam in der Region angegangen werden“.

Vor allem die Instandsetzungen und Ausbauten der Autobahnen, wie zum Beispiel des Tausendfüßlers oder die Arbeiten an der Infrastruktur für die Eisenbahnen, wie zum Beispiel der Bau der S 13 werden die Region und somit auch die Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Sieg-Kreises belasten. Um diese Belastungen zu reduzieren, braucht es kluge Verkehrs- und Mobilitätskonzepte, wofür auch eine finanzielle Unterstützung erforderlich ist. Das ist eine zentrale Forderung des vorliegenden Eckpunktepapiers.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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