Rheinland Pfalz sagt engagierten Bürgern des Landes „Danke“
„Sie alle sind Zahnräder unserer Gesellschaft“
Elf Persönlichkeiten wurden mit der Ehrennadel ausgezeichnet
Koblenz. Volles Haus am vergangenen Mittwoch im Sitzungssaal der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Da waren die zu Ehrenden alle der Einladung zur Verleihung der Ehrennadel erschienen. Gemeinsam mit Familienangehörigen und Wegbegleitern warteten sie auf den „Dank und die Anerkennung des Landes“. Für Landrat Dr. Alexander Saftig stand fest: „Diese Verleihung der Ehrennadel ist ein Zeichen des Dankes, das sagt, hier hat jemand mehr als seine Pflicht getan. Hier hat sich jemand in besonderer Weise für´s Allgemeinwohl eingebracht“. Die Stiftung für diesen Staatsakt erfolgte übrigens am 7. August 1974 durch den damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl, und am 26. Januar 1993 erließ Ministerpräsident Rudolf Scharping eine Verwaltungsvorschrift zur Ausgestaltung. Die Verleihung der Ehrennadel ehrt würdige Bürger des Landes Rheinland Pfalz, die sich durch eine mindestens zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der kommunalen, sozialen, wissenschaftlichen, oder wirtschaftlichen Selbstverwaltung, in Vereinigungen mit sozialen und kulturellen Zwecken, oder durch vergleichbare Tätigkeiten ausgezeichnet haben. Die silberne Ehrennadel welche auf der linken Brustseite des Beliehenen getragen wird, zeigt das erhaben geprägte Landeswappen von Rheinland Pfalz sowie heraldisch links einen nach oben gerichteten stilisierten Lorbeerzweig. Aus Mainz eigens für diese Ehrung angereiste Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär, Clemens Hoch sagte in seiner Laudatio: „Ehrenamtliches Engagement besitzt für nahezu alle Bereiche unserer Gesellschaft einen enorm hohen Wert. Der freiwillige Einsatz für Andere hat Vorbildfunktion und verdient daher besondere Wertschätzung. Die Kultur der Anerkennung ist in Rheinland Pfalz stark verankert. Wir praktizieren sie aus Überzeugung, denn unser Zusammenleben würde ohne den Einsatz dieser Bürgerinnen und Bürger nicht so gut funktionieren“, so Hoch.
Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger
Clemens Hoch ließ es sich nicht nehmen in der Kreisverwaltung Mayen/Koblenz am vergangenen Mittwochnachmittag gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saftig, diese von der Ministerpräsidentin Malu Dreyer verliehene Auszeichnung und Würdigung für folgende Bürgerinnen und Bürger vorzunehmen:
Beate Dietrich aus Ettringen engagiert sich seit über 40 Jahren in der örtlichen Show-Tanzgruppe. Sie hat selbst als Tänzerin in den 1970er Jahren angefangen und bringt nun dem Nachwuchs die Schritte bei. Darüber hinaus ist sie abseits der Bühne eine wichtige Ansprechperson für ihre Vereinsmitglieder, wenn es um das Schminken, Kostüme nähen oder Choreographieren geht. Dies mit Erfolg. Neben der rheinland-pfälzischen Meisterschaft konnte Beate Dietrich gute Platzierungen auf Bundesebene erringen.
Dieter Dötsch hat sich als Mitbegründer der Wählergruppe Dötsch über 30 Jahre kommunalpolitisch im Ortsgemeinderat von Saffig engagiert. Seit über zehn Jahren ist er darüber hinaus stellvertretender Vorsitzender des örtlichen Seniorenbeirats und Mitglied im Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Pellenz.
Dieter Windheuser gehört ebenfalls den Seniorenbeiräten der Verbandsgemeinde Pellenz und der Ortsgemeinde Saffig an. Als Geschäftsführer, Schiedsrichter und Jugendtrainer hat er außerdem im örtlichen Sportverein Verantwortung übernommen. Er zählt zu den Mitbegründern der Saffiger Karnevalsgesellschaft, deren Ehrenpräsident er heute ist.
Wolfgang Flöck aus Mülheim-Kärlich war von 1970 bis 1994 Mitglied im Verbandsgemeinderat Weißenthurm und im Haupt – und Finanzausschuss der Stadt Mülheim-Kärlich. Seit 1980 ist er Mitglied im Verwaltungsrat der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Mülheim. Zudem war er jahrelang Jugendleiter und zeitweise sogar Dekanatsjugendleiter der katholischen Jugend.
Brigitta Hahlbrock und Ulrich Hoffelder engagieren sich in der Förderung von Kunst und Kultur. Mit der 2005 gegründeten Franz Krautkremer Stiftung in Spay fördern sie außerdem Maßnahmen der Denkmalpflege. Brigitta Hahlbrock leitet seit 2000 auch den örtlichen Kirchenchor Cäcilia. Ulrich Hoffelder steht seit vielen Jahren dem Kunstverein Mittelrhein e.V. vor und war von 2002 bis 2010 ehrenamtlicher Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.
Wolfgang Horch und Frank Neupert gründeten unter anderen 2002 den Plaidter Geschichtsverein. Der Verein erforscht die Heimatgeschichte und möchte dadurch das Verständnis für Geschichte in der Bevölkerung fördern und Kunst - und Kulturdenkmäler erhalten. Wolfgang Horch erforscht unter anderem seit 1997 die Plaidter Tuffsteinhöhlen, Frank Neupert verantwortet z.B. die Vereinsschrift „Plaidter Blätter“. Neupert ist zudem kommunalpolitisch als Fraktionsvorsitzender im Ortsgemeinderat aktiv und gehört dem Verbandsgemeinderat Pellenz an.
Volker Keßeler aus Andernach hat sich der deutsch-israelischen Freundschaft verschrieben. Seit 1985 engagiert er sich im Freundschaftskreis Andernach-Dimona und übt dabei seit zehn Jahren das Amt des geschäftsführenden Vorsitzenden aus. Darüber hinaus bringt er sich als stellvertretender Vorsitzender der städtischen FDP in die Gemeinschaft ein.
Hans Ries aus Andernach setzt seit über 15 Jahren das NABU-Projekt „Artenschutz und Wegmarkierung“ in Rheinland-Pfalz und auf Europas Jakobswegen um. Er baut Nist- und Überwinterungskästen für bedrohte Tiere, bringt sie an und pflegt diese Kästen. Er sorgt nicht nur dafür, dass Wildbienen und Fledermäuse einen sicheren Unterschlupf finden, sondern auch dafür, dass die Bevölkerung für diese Themen sensibilisiert wird.
Margret Schimanski ist seit über vier Jahrzehnten Übungsleiterin beim Turnverein Jahn in Plaidt. Sie gründete unter anderem die erste Mutter-Kind-Turngruppe, führte Step-Aerobic ein und verantwortete als Kassiererin jahrelang die Finanzen des Vereins. Seit 2009 ist sie außerdem kommunalpolitisch im Ortsgemeinderat von Plaidt und im Verbandsgemeinderat Pellenz tätig.
Hier bei dieser würdigen Verleihungsfeier in Koblenz bei der jeder Geehrte zusätzlich ein Präsent des Landrates erhielt, hat es sich wieder einmal bewahrheitet: „Wer Gutes und außergewöhnliches für die Allgemeinheit tut, der soll auch dafür geehrt werden“.
BS
Landrat Dr. Alexander Saftig: „Diese Verleihung der Ehrennadel ist ein Zeichen des Dankes, das sagt, hier hat jemand mehr als seine Pflicht getan“.
