Allgemeine Berichte | 09.05.2018

Die Historie des Meckenheimer Sängerkreises lebt im Stadtarchiv fort

„Singen fegt den Staub von der Seele“

Bürgermeister Bert Spilles (l.) und die Leiterin des städtischen Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport Susanne Zwicker (r.) begrüßten Theo Beck (2.v.l.) und Heinrich Müller (3.v.l.) im Rathaus. Stadt Meckenheim

Meckenheim. Nach der Übergabe von alter Vereinsfahne und Protokollbuch lebt die Historie des Meckenheimer Sängerkreises im Stadtarchiv fort. Nahezu 100 Jahre lang war er eine Bereicherung für das kulturelle Leben der Apfelstadt. Chor- und Solistenkonzerte des Meckenheimer Sängerkreises e.V. sind vielen Bürgern noch in guter Erinnerung. Nun hat sich der Verein aufgelöst. Alters- und Krankheitsgründe gaben den Ausschlag. Während für die Sänger der verdiente Ruhestand begonnen hat, sind die alte Vereinsfahne und das Protokollbuch in den Fundus des Stadtarchivs Meckenheim übergegangen. „Mit dieser Übergabe endet eine bemerkenswerte Ära. Der Meckenheimer Sängerkreis gehört nicht nur zu den ältesten Vereinen unserer Stadt, sondern seine Mitglieder waren auch stets zur Stelle, wenn es galt, sich gesanglich einzubringen. Gern erinnere ich an die Kulturtage, an denen sich die Sänger immer wieder sehr hörenswert beteiligt haben“, bedankte sich Bürgermeister Bert Spilles bei der Übergabe im Rathaus für das große Engagement. Auf Initiative des Lehrers Toni Langenfeld hatten elf Sangesfreunde am 13. Juli 1920 den Männer-Gesangverein (MGV) aus der Taufe gehoben. Dem ersten Konzert am 3. April 1921 folgte die Umbenennung von „Quartettverein Meckenheim“ in Meckenheimer Sängerkreis. Während der Zweite Weltkrieg die Chortätigkeiten zum Erliegen brachte, bedeuteten die Mitgliederversammlung im April 1949 sowie die Aufnahmen der Probearbeit am 17. Mai des selben Jahres den Neustart. Weiterhin prägten gemeinsame Auftritte und geselliges Miteinander das Chorleben – nahezu 100 Jahre lang. Im Rathaus begrüßte Bürgermeister Bert Spilles die Vertreter des MGV Meckenheimer Sängerkreis, den Vorsitzenden Heinrich Müller und Theo Beck. Sie hatten wahre Schätzchen im Gepäck: die alte Vereinsfahne und das Protokollbuch, welches Toni Langenfeld in den ersten 24 Jahren der Vereinsgeschichte mit Leben zu füllen wusste. Mit Interesse und Freude blätterte Bert Spilles durch das Protokollbuch. „Das ist eine immense Bereicherung für unser Stadtarchiv“, zollte der Bürgermeister den Mitgliedern des Meckenheimer Sängerkreises ein großes Lob. Knapp 100 Jahre lang hatten sie das kulturelle Leben in der Apfelstadt bereichert, um sich nun mit Wehmut zu verabschieden – nicht ohne festzuhalten, dass „Singen den Staub von der Seele fegt“, wie es Heinrich Müller treffend formulierte.

Pressemitteilung

Stadt Meckenheim

Bürgermeister Bert Spilles (l.) und die Leiterin des städtischen Fachbereichs Bildung, Kultur und Sport Susanne Zwicker (r.) begrüßten Theo Beck (2.v.l.) und Heinrich Müller (3.v.l.) im Rathaus. Foto: Stadt Meckenheim

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